#04468 Xavier Gosé i Rovira (1876-1915)
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Xavier Gosé i Rovira – #04468
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Die zentrale Figur, eine Frau in einem markanten, gestreiften Kleid, blickt erwartungsvoll auf einen Mann im Zylinder. Sie hält ein Tablett mit einer süßlichen Köstlichkeit – möglicherweise ein Dessert oder Gebäck – in der Hand. Ihre Frisur, kurz und akkurat geschnitten, unterstreicht den typischen Look der Ära. Die Haltung ist leicht geneigt, was eine gewisse Anspannung oder Ungeduld andeutet.
Der Mann im Zylinder, der ihr gegenübersteht, wirkt distanziert und formell. Seine Kleidung ist schlicht gehalten, aber die Details wie die Manschetten und die Kette am Westen deuten auf einen gewissen sozialen Status hin. Er scheint in eine Handlung involviert zu sein, möglicherweise ein Verkauf oder eine Verhandlung, obwohl der genaue Kontext nicht explizit dargestellt wird.
Eine dritte Person, ein Mann mit einem breiten Schal und Hut, befindet sich im linken Bildbereich. Seine Pose ist entspannt, fast gelangweilt, was einen Kontrast zur Anspannung der beiden anderen Figuren bildet. Er scheint als Beobachter zu fungieren, möglicherweise ein Kommentar zum Geschehen oder eine Reflexion über die gesellschaftlichen Konventionen dieser Zeit.
Die Zeichnung arbeitet mit einer reduzierten Farbpalette: hauptsächlich Schwarz-Weiß mit Akzenten in Blau und einem Hauch von Orange auf dem Schal des Mannes links. Die Linienführung ist klar und präzise, was der Darstellung eine gewisse Eleganz verleiht.
Subtextuell könnte die Zeichnung soziale Hierarchien und zwischenmenschliche Beziehungen im Kontext der Nachkriegszeit thematisieren. Das Tablett mit dem Dessert symbolisiert möglicherweise materielle Güter oder Vergnügungen, um die gerungen wird. Die Distanz des Mannes im Zylinder könnte eine Kritik an formellen gesellschaftlichen Strukturen darstellen, während die entspannte Haltung des Mannes links eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber diesen Konventionen andeutet. Insgesamt vermittelt das Werk einen Eindruck von Leichtigkeit und Dekadenz, der typisch für die Goldenen Zwanziger ist, birgt aber gleichzeitig eine subtile Melancholie oder Kritik. Die Signatur „J. Goje“ im unteren rechten Bereich deutet auf den Urheber hin.