#45891 Antonio Bisquert
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Antonio Bisquert – #45891
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Die Figur selbst scheint aus einer Collage verschiedener Elemente zusammengesetzt zu sein. Ein Porträt, vermutlich fotografischer Natur, bildet den Kern des Gesichts – eine blasse, fast gespenstische Darstellung eines menschlichen Antlitzes. Dieses Gesicht ist von einem komplexen Geflecht aus Textilien und dekorativen Elementen umgeben. Ein reich verziertes Diadem oder eine Kopfbedeckung, bestehend aus goldenen Fäden und filigranen Applikationen, krönt den Kopf der Figur.
Die Kleidung besteht hauptsächlich aus dunklen, fast schwarzen Stoffbahnen, die in einer Art Umhang oder Mantel angeordnet sind. Diese Bahnen sind mit goldfarbenen Fransen und Stickereien verziert, was einen Kontrast zum blassen Gesicht erzeugt. An der Brust ist ein rosafarbenes Element zu erkennen, das möglicherweise eine Brosche oder ein anderes Schmuckstück darstellt.
Die Form der Figur ist stark stilisiert und erinnert an eine Mischung aus religiöser Ikonographie und surrealen Elementen. Die überdimensionierte Kopfbedeckung und die weiten Stoffbahnen verleihen ihr einen fast majestätischen, aber gleichzeitig auch grotesken Charakter.
Es liegt nahe, dass das Werk auf eine Auseinandersetzung mit Themen wie Identität, Maskerade und der Konstruktion von Autorität abzielt. Die Verwendung von gefundenen Objekten – dem Porträtfoto und den verschiedenen Textilien – deutet möglicherweise auf eine Kritik an konventionellen Darstellungsweisen hin oder spielt mit der Vergänglichkeit von Bildern und Erinnerungen. Die Kombination aus Vertrautem (das Gesicht) und Fremdem (die Materialität, die Form) erzeugt ein Gefühl der Unruhe und des Geheimnisvollen. Die Datierung 1920 am unteren Rand lässt vermuten, dass das Werk im Kontext der frühen Moderne entstanden ist, einer Zeit großer künstlerischer Experimente und gesellschaftlicher Umbrüche.