Ilya Repin – Sadko 900 Classic russian paintings
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Ilya Repin - Sadko
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Meiner Meinung nach ist dies das erstaunlichste Gemälde von Repin!
I. J. Repin. Sadko. 1876
Aus der grünlich schimmernden, geheimnisvoll leuchtenden Wassermasse tauchend, schreiten würdevoll die prunkvoll bekleideten Meeresprinzessinnen, Töchter des Unterwasserkönigs, vor dem neuenburger Kaufmann Sadko her. Sein Blick jedoch ist auf das Mädchen im weit entfernten russischen Bauernkleid gerichtet – auf Tschernawuschka. Wie in einer alten Bylina (Volkslied) erzählt, schlief Sadko nach einem Hochzeitsfest ein und erwachte auf der vertrauten neuenburger Erde, am Ufer des Flusses Tschernawa.
In der Erzählung über den reichen Kaufmann Sadko, der für sein Spiel auf der Gusli (einer Art Zither) berühmt war, wird erzählt, wie der Zar Wassjanõi (der Wasserzar) eines Tages Sadkos Schiffe mitten im Meer anhielt und sie nicht weiterließ, bis Sadko in die Tiefe des Meeres hinabstieg. Dort sollte er aus den Töchtern des Zaren eine zur Frau wählen, damit der Zar die Gusli von Sadko hören konnte, wann immer er wollte.
Über seinen Entwurf für das Gemälde, das 1876 in Paris entstand, schrieb der Künstler dem Kritiker Stasov: „... Sadko, ein reicher Gast, auf dem Meeresgrund; der Zar Wassjanõi zeigt ihm die Brautkandidatinnen. Das Bild ist das fantastischste von der Architektur bis zu den Pflanzen und der Gefolgschaft des Zaren.“
Um seine Vision zu verwirklichen, stellte Repin die Meeresprinzessinnen in ethnografischen Kostümen aus verschiedenen Ländern dar. Als Vorbild für Sadko diente der Maler Wiktor Wassnezow, den der Künstler nach Paris einlud, um das Kunstleben Frankreichs kennenzulernen.
Um die Szene im Unterwasserreich authentisch darzustellen, reiste Repin nach Berlin, wo er ein Meeresaquarium besuchte. Nachdem er die fantastische Eigenart des Lebens im Meer aus nächster Nähe gesehen hatte, stellt der Künstler das Unterwasserreich in Farbnuancen von grünlich-oliv bis tiefgrün dar und verstärkt den entstandenen malerischen Effekt durch sanft schimmernde, bizarre Fische in dem dunkelgrünen Wasser, rötlichen Korallen und hell aufblitzenden Seesternen.
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Die zentrale Figur, gekleidet in eine prunkvolle Robe, scheint eine Art Königin oder Herrscherin der Unterwasserwelt zu sein. Ihre Haltung ist aufrecht und würde, doch ihr Blick ist schwer zu deuten – eine Mischung aus Neugier und Distanz. Um sie herum versammeln sich weitere weibliche Gestalten, einige mit Kopfschmuck, andere mit Blumenkränzen geschmückt. Ihr Ausdruck variiert von stiller Kontemplation bis hin zu einem Hauch von Melancholie.
Ein Mann in dunkler Kleidung, vermutlich ein Gast aus der Oberwelt, ist am rechten Bildrand abgebildet. Er blickt auf die Szene, sein Gesicht im Halbschatten verborgen, was seine Gedanken und Absichten unklar lässt. Sein Auftreten wirkt etwas verloren und fremd in dieser fantastischen Umgebung.
Der Hintergrund ist von einer tiefen, grünen Dunkelheit beherrscht, die durch vereinzelte Lichtpunkte und schimmernde Reflexe durchbrochen wird. Es entstehen so suggestive Lichteffekte, die die Tiefe und Unheimlichkeit des Ozeans betonen. Im oberen Bildbereich sind weitere Figuren angedeutet, die in der Dunkelheit verschwimmen.
Die Komposition wirkt dicht und komplex. Der Künstler hat eine Vielzahl von Details in die Szene integriert, die den Betrachter dazu einladen, die Darstellung eingehend zu erforschen. Die Farbgebung ist überwiegend in Grüntönen gehalten, die durch Akzente in Rot, Gold und Weiß ergänzt werden. Diese Farbgebung verstärkt den Eindruck von Tiefe und Geheimnis.
Die Darstellung legt nahe, dass es sich um eine Begegnung zwischen zwei Welten handelt – der menschlichen Welt und einer fantastischen Unterwasserwelt. Subtextuell könnte die Szene die Themen der Sehnsucht, des Fremden, des Reichtums und der Gefahr berühren. Die Meerjungfrauen könnten als Verkörperung unerreichbarer Träume oder als Symbol für die verborgenen Gefahren des Meeres interpretiert werden. Der Mann in der Oberwelt könnte für die menschliche Neugier und den Drang stehen, das Unbekannte zu erforschen, während die dunkle Unterwasserwelt die Grenzen des menschlichen Wissens und die Macht der Natur symbolisieren könnte. Insgesamt wirkt die Szene wie eine Allegorie auf die menschliche Suche nach Glück und Erkenntnis, die immer mit Risiken und Herausforderungen verbunden ist.