#12197 Rafael Estrany (1884-1958)
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Rafael Estrany – #12197
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Die Kinder selbst sind von unterschiedlichem Alter zu sein scheinen, aber alle tragen abgetragene, schlichte Kleidung. Ihre Gesichter sind ernst, ihre Blicke gesenkt oder nachdenklich. Es scheint, als ob sie in eine innere Welt versunken sind, weit entfernt von spielerischer Leichtigkeit. Die Darstellung der Gesichter ist nicht detailreich; die Züge sind eher angedeutet, was einen gewissen Grad an Verallgemeinerung und somit eine universellere Aussage ermöglicht.
Im Zentrum des Bildes befindet sich eine einfache Mahlzeit: ein grobes Töpfergefäß, vermutlich mit Suppe oder einem ähnlichen Gericht gefüllt, sowie eine Schale, die möglicherweise Brot enthält. Die sparsame Darstellung der Nahrungsmittel unterstreicht den Zustand der Armut und des Mangels.
Die Komposition ist geschlossen und wirkt fast wie ein stilles Tableau. Der Künstler hat bewusst auf eine dynamische Inszenierung verzichtet; stattdessen schafft er durch die Nähe der Kinder zueinander und die gedämpfte Farbgebung eine Atmosphäre der Stille und Kontemplation.
Subtextuell scheint das Werk eine Reflexion über soziale Ungleichheit und die Härte des Lebens für benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu sein. Es ist nicht eine Anklage, sondern eher ein dokumentarisches Zeugnis, das den Betrachter dazu anregen soll, über die Bedingungen dieser Kinder nachzudenken. Die fehlende Individualisierung der Kinder verstärkt diesen Eindruck; sie werden zu Repräsentanten einer ganzen Generation von Kindern, die unter ähnlichen Umständen aufwachsen mussten. Die Abwesenheit jeglicher positiver Elemente – kein Lächeln, keine Freude – trägt zur ergreifenden und bedrückenden Wirkung des Bildes bei. Es ist eine Darstellung der Resignation, aber auch der stillen Würde angesichts von Not.