Profile portrait of a lady with a large feathered hat; Profilportrait einer Dame mit großem federgeschmücktem Hut Arthur Von Ferraris (1856-1936)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!













Sie können nicht kommentieren Warum?
Die Dame blickt nach rechts, ihr Blick scheint in Gedanken versunken oder leicht melancholisch. Ihre Gesichtszüge sind fein modelliert; die Nase ist schlank, die Lippen voll und sanft geschwungen. Die Haut wirkt weich und zart, durchbrochen von subtilen Schattierungen, die dem Gesicht eine gewisse Tiefe verleihen. Das Haar, das unter dem Hut hervorlugt, ist in warmen Gold- und Brauntönen gehalten und scheint leicht gewellt zu sein.
Der Hut selbst ist ein zentrales Element des Bildes. Seine Größe und Pracht deuten auf einen hohen gesellschaftlichen Status hin. Die Federn, die ihn zieren, verleihen ihm eine fast theatralische Note und lenken gleichzeitig von der Figur ab, was eine gewisse Ambivalenz erzeugt. Es entsteht der Eindruck einer Frau, die sich ihrer Umgebung bewusst ist und möglicherweise auch eine Rolle spielt.
Die Kleidung des Porträtierten – ein helles, schlichtes Kleid mit dünnem Schulterband – unterstreicht ihre Eleganz und Raffinesse. Die Stoffe wirken leicht und fließend, was dem Gesamtbild eine gewisse Anmut verleiht.
Es lässt sich vermuten, dass der Künstler versucht hat, nicht nur das äußere Erscheinungsbild der Dame festzuhalten, sondern auch einen Einblick in ihre Persönlichkeit zu gewähren. Der subtile Ausdruck im Gesicht, die Haltung des Körpers – all dies deutet auf eine komplexe und vielschichtige Frau hin. Die Distanz, die durch den unscharfen Hintergrund geschaffen wird, könnte als Hinweis darauf gelesen werden, dass es sich um ein idealisiertes Bild handelt, das mehr über gesellschaftliche Konventionen und Schönheitsideale aussagt als über die individuelle Persönlichkeit der Porträtierten. Insgesamt entsteht eine Atmosphäre von stiller Würde und eleganter Melancholie.