Vuillard The Reader, 1896 Edouard Vuillard (1868-1940)
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Edouard Vuillard – Vuillard The Reader, 1896
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Im Hintergrund, durch einen Durchbruch in der Wand, erkennen wir eine zweite Frau. Sie steht in einer anderen, ebenfalls reich dekorierten Räumlichkeit. Ihr Kleid, in gedämpften Rosatönen, hebt sie von der ersten Frau und der Umgebung ab. Sie scheint, leicht distanziert, zu beobachten, was hier vor sich geht. Ihre Haltung ist zurückhaltend, fast melancholisch.
Die Komposition ist dicht und überladen. Der Künstler scheint bewusst darauf aus zu sein, den Raum mit dekorativen Elementen zu füllen. Licht fällt gedämpft in den Raum, verstärkt die Farbtiefe und betont die Oberflächenstruktur.
Es lässt sich eine Spannung zwischen der aktiven Beschäftigung der lesenden Frau und der passiven Beobachtung der zweiten Frau erkennen. Die Zeitung, das zentrale Element der Szene, wird fast zu einem Katalysator, der die beiden Frauen in unterschiedliche Rollen versetzt. Die überbordende Dekoration könnte als Symbol für bürgerliche Behaglichkeit und gleichzeitig für die daraus resultierende Enge und Oberflächlichkeit interpretiert werden. Der Raum selbst wirkt wie ein Kokon, der die Bewohner einschließt und ihre Bewegungsfreiheit einschränkt. Die wiederholenden Muster könnten zudem eine Reflexion über die Routine und Vorhersagbarkeit des Alltags darstellen. Insgesamt vermittelt das Werk einen Eindruck von intellektuellem Vergnügen, aber auch von Melancholie und einer unterschwelligen Unzufriedenheit mit der beschränkten Welt, in der die Figuren existieren.