The Feast at Cana Veronese (Paolo Cagliari) (1528-1588)
Veronese – The Feast at Cana
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Maler: Veronese (Paolo Cagliari)
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Im Louvre ist ein Gemälde von gigantischem Ausmaß zu sehen, das durch die Größe der Gabe seines Schöpfers verblüfft: die Hochzeit zu Kana in Galiläa. Der berühmte venezianische Maler Paolo Veronese arbeitete ein Jahr lang an der Leinwand. Im Jahr 1563 vollendete er das grandiose Werk, das von den Mönchen von San Giorgio Maggiore im Refektorium des katholischen Klosters aufgestellt wurde. Das Gemälde stellt die Szene aus dem Evangelium dar, in der Christus sein erstes Wunder vollbrachte: die Verwandlung von Wasser in Wein, die zum Entsetzen aller plötzlich endete.
Beschreibung von Paolo Veroneses Gemälde Hochzeit zu Kana in Galiläa
Im Louvre ist ein Gemälde von gigantischem Ausmaß zu sehen, das durch die Größe der Gabe seines Schöpfers verblüfft: die Hochzeit zu Kana in Galiläa. Der berühmte venezianische Maler Paolo Veronese arbeitete ein Jahr lang an der Leinwand.
Im Jahr 1563 vollendete er das grandiose Werk, das von den Mönchen von San Giorgio Maggiore im Refektorium des katholischen Klosters aufgestellt wurde.
Das Gemälde stellt die Szene aus dem Evangelium dar, in der Christus sein erstes Wunder vollbrachte: die Verwandlung von Wasser in Wein, die zum Entsetzen aller plötzlich endete. Dies geschah bei einer Hochzeitsfeier in dem galiläischen Dorf Kana.
Ein großer, reich gedeckter Tisch, in dessen Mitte Jesus und seine Mutter sitzen, daneben einige Jünger. Das Haupt Marias ist mit einem schwarzen Tuch bedeckt, als Symbol für die bevorstehende Trauer um Christus. Insgesamt finden 130 Personen auf der Leinwand Platz. Optisch lässt sich ihre Platzierung auf dem Gemälde in drei Zonen einteilen.
Im Vordergrund steht ein üppiges Festmahl mit einer Insel von Musikern in der Mitte. Es ist kein authentisches Porträt des Malers Veronese erhalten, aber die Legende besagt, dass der Mann im weißen Gewand mit dem Veilchen in der Hand ein Selbstporträt des Autors ist. Die anderen Musiker der Gruppe waren auch im wirklichen Leben Künstler - der Kornettist Bassano, Tizian und der große Tintoretto vervollständigen das Quartett. Die Trauzeugen selbst - die Braut und der Bräutigam - stehen auf der linken Seite des Tisches am Rand.
Der mittlere Teil des Bildes wird von den geschäftigen Dienern eingenommen. Über dem Kopf Christi ist eine symbolische Handlung dargestellt: Der Metzger hat ein Messer über den Kadaver eines Lammes erhoben, ein Zeichen für die zukünftige Opferung.
Die obere Ebene wird von antiken Säulen eingenommen, die im echten Kana nicht zu finden waren. Von den weißen Marmorbalkonen aus beobachten Schaulustige das Festmahl. In der Ferne leuchtet der heitere Himmel, die Wolken schweben imposant und Vogelschwärme fliegen auf.
Veroneses Leistung besteht in seiner meisterhaften Fähigkeit, das religiöse Thema mit den prächtigen Kostümen seiner Zeitgenossen und der Atmosphäre der Festlichkeiten im Venedig des 16. Jahrhunderts harmonisch zu verbinden.
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Die Komposition ist durch eine klare Horizontallinie, die den Tisch darstellt, strukturiert. Darüber erhebt sich eine architektonische Kuppel, die den Blick in die Ferne lenkt und eine Atmosphäre von Weite und Erhabenheit schafft. Säulenpaare flankieren die Szene, verstärken den Eindruck von Größe und verleihen der Darstellung einen klassischen Charakter.
Besonders auffällig ist das Farbenspiel. Die warmen Töne der Kleidung und der Speisen stehen in Kontrast zu den kühleren Farbtönen der Architektur und des Himmels. Licht und Schatten werden dynamisch eingesetzt, um die Figuren hervorzuheben und Tiefe zu erzeugen.
Die Detailfülle ist beeindruckend. Jede Figur wirkt individuell, mit eigenen Charakterzügen und einer eigenen Geschichte. Man erkennt Details wie die Art der Kleidung, die Gesichtszüge und die Haltung, die viel über den sozialen Status und die Persönlichkeit der Figuren verraten.
Neben der Darstellung der Festlichkeit schwingt auch eine subtile Melancholie mit. Ein bestimmtes Augenmerk liegt auf der menschlichen Zerbrechlichkeit und der Vergänglichkeit des Vergnügens. Die schiere Anzahl der Personen lässt eine gewisse Anonymität erkennen, während gleichzeitig die individuellen Reaktionen und Gesten die Einzigartigkeit jedes Einzelnen betonen.
Die Bildfläche wirkt weniger wie eine Abbildung einer konkreten Situation, sondern eher wie eine Allegorie auf die menschliche Existenz, mit all ihren Freuden, Leidenschaften und Ambivalenzen. Die Architektur im Hintergrund, die sich in klassische Elemente und eine offene Landschaft aufteilt, deutet eine Verbindung zur idealisierten Ordnung und einer Sehnsucht nach Harmonie an, die sich jedoch im chaotischen Treiben am Tisch nicht vollends manifestiert.
Die Szene ist somit eine komplexe Darstellung, die weit über die bloße Wiedergabe eines Festmahls hinausgeht. Sie ist eine Reflexion über die menschliche Natur, die Vergänglichkeit des Lebens und die Suche nach Bedeutung in einer Welt voller Widersprüche.