Daumier, Honore (French, 1808-1879) Honore Daumier (1808-1879)
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Honore Daumier – Daumier, Honore (French, 1808-1879)
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Um sie herum schmiegen sich mehrere nackte, kindliche Figuren an. Sie sind eng an sie gepresst, ihre Gesichter sind im Schatten verborgen und wirken hilflos und verzweifelt. Die Anordnung der Kinder erzeugt ein Gefühl von erstickter Enge und Abhängigkeit. Die Flagge, die sie hält, wirkt nicht als Symbol des Triumpfes oder der Freiheit, sondern vielmehr als eine Last, die sie schulterbreit trägt.
Die Farbgebung ist gedämpft und erdig, dominiert von Braun-, Grau- und Rottönen. Die wenigen helleren Stellen, insbesondere das Weiß der Flagge und einige Hautpartien, wirken fast unheimlich in Kontrast zu dem dunklen Gesamtton.
Es lässt sich vermuten, dass das Werk eine kritische Auseinandersetzung mit der französischen Nation und ihren Idealen darstellt. Die Darstellung der weiblichen Allegorie als aufgeblähte, blinde Figur könnte für eine veraltete und möglicherweise korrupte Staatsmacht stehen. Die Kinder, die an sie gekuschelt sind, symbolisieren die Bevölkerung, die von dieser Macht erdrückt und abhängig gehalten wird. Der Eindruck ist weniger von nationalem Stolz als vielmehr von einer schweren Bürde und einer latenten Verzweiflung. Es scheint, als würde die Künstlerin die vermeintlichen Werte der Nation hinterfragen und die dunklen Seiten der Macht aufzeigen. Die fehlende Leichtigkeit und der fehlende Triumph in der Darstellung lassen auf eine pessimistische Weltsicht schließen.