Lanfranco (Giovanni di Stefano) (1582 Parma – 1647 Rome) – Elijah receives bread from the widow of Sarepta (203x244 cm) 1621-24 J. Paul Getty Museum
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Die Frau, gehüllt in ein warmes, ockerfarbenes Gewand, steht ihm gegenüber. Sie reicht ihm ein kleines Brotstück. Ihr Blick ist ernst, aber von Mitgefühl und Güte geprägt. Eine junge Gestalt, vermutlich ein Kind, hält sich an ihr Bein und blickt mit großen Augen auf den Mann. Das Kind scheint die Szene aufmerksam zu verfolgen.
Der Hintergrund ist von dichtem Laub und dunklen Bäumen dominiert, was der Szene eine gewisse Schwere verleiht. Das Licht fällt dramatisch auf die Figuren, wobei es vor allem auf die Hände der Frau und des Propheten gerichtet ist, was die Bedeutung des Austauschs hervorhebt.
Die Darstellung legt nahe, dass es sich um einen Moment des göttlichen Eingreifens handelt, um eine Episode der Nächstenliebe und des Glaubens. Der Prophet, möglicherweise von Hunger und Erschöpfung geschwächt, wird von der Frau, die ihm trotz ihrer eigenen Notlage Brot anbietet, versorgt. Die Anwesenheit des Kindes könnte als Symbol für die Hoffnung und die Fortführung der Tradition der Barmherzigkeit interpretiert werden.
Die Farbgebung ist warm und erdverbunden, mit dominanten Brauntönen, die die Atmosphäre der Szene prägen. Der Kontrast zwischen dem dunklen Hintergrund und den helleren Gewändern der Frau und des Kindes lenkt die Aufmerksamkeit auf die zentrale Handlung. Es entsteht der Eindruck einer intimen, fast dramatischen Darstellung, die den Betrachter in die Welt der biblischen Erzählung eintauchen lässt.