#37903 Egon Schiele (1890-1918)
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Egon Schiele – #37903
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Der Blickwinkel ist ungewöhnlich – er scheint von einer erhöhten Position auf das Stadtbild herabzurichten, was eine gewisse Distanz und Objektivität suggeriert. Gleichzeitig verstärkt dieser Perspektivwechsel die Enge und Dichte des bebauten Raumes. Die Häuser wirken fast wie in den Fels hineingewachsen, ihre Formen sind verzerrt und überlagern sich teilweise, was ein Gefühl von Chaos und Unordnung erzeugt.
Die Farbgebung ist alles andere als naturalistisch. Die leuchtenden Gelbtöne der Gebäude werden durch dunkle Schattierungen unterbrochen, die eine Atmosphäre von Schwere und Bedrückung hervorrufen. Der schwarze Hintergrund wirkt wie eine Art Leere, die das Stadtbild einzuschließt und ihm eine klaustrophobische Qualität verleiht.
Es scheint, als ob der Künstler nicht primär an einer realistischen Darstellung interessiert sei, sondern vielmehr an der Vermittlung eines emotionalen Zustands. Die dynamische Komposition und die expressive Farbgebung lassen auf ein Gefühl von Unruhe und Beklemmung schließen. Möglicherweise soll das Bild die Hektik des städtischen Lebens oder die Entfremdung des Menschen in einer urbanen Umgebung thematisieren.
Die Abwesenheit von menschlichen Figuren verstärkt diesen Eindruck der Isolation und Fremdheit. Das Stadtbild erscheint verlassen, als wäre es ein stillgelegter Ort, an dem die Zeit stehen geblieben ist. Die Malerei könnte somit auch als eine Reflexion über Vergänglichkeit und den Verlust von Identität in einer zunehmend anonymen Welt interpretiert werden. Der starke Kontrast zwischen Licht und Schatten unterstreicht die Ambivalenz des dargestellten Raumes – er ist sowohl ein Ort der Wärme und Geborgenheit als auch ein Ort der Dunkelheit und Bedrohung.