Self-portrait as St Sebastian Egon Schiele (1890-1918)
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Egon Schiele – Self-portrait as St Sebastian
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Die Farbgebung trägt wesentlich zur Wirkung des Bildes bei. Ein dominantes Orange prägt die Figur selbst, während der Hintergrund in einem gedämpften Beige gehalten ist. Diese Kontrastierung hebt die zentrale Gestalt hervor und betont ihre Isolation. Die Linienführung ist grob und expressiv, was dem Werk eine gewisse Rohheit und Unmittelbarkeit verleiht.
Die Anspielung auf die christliche Märtyrerfigur des Sebastian ist unverkennbar. Sebastian wurde der Legende nach mit Pfeilen durchbohrt, um sein Martyrium zu veranschaulichen. In diesem Kontext könnte das Selbstporträt als Ausdruck von persönlichem Leid, gesellschaftlicher Entfremdung oder sogar einer existenziellen Krise interpretiert werden. Die Pfeile symbolisieren nicht nur körperlichen Schmerz, sondern auch die Last der inneren Konflikte und die Verletzungen, die durch die Welt verursacht werden können.
Die Schriftzüge im oberen und unteren Bereich des Bildes – „Egon Schiele“ und „Galerie Arnott Januar 1959“ – kontextualisieren das Werk als eine öffentliche Präsentation, möglicherweise ein Plakat oder eine Ankündigung einer Ausstellung. Diese Einbettung in den Rahmen der Kunstwelt verstärkt die Reflexion über die eigene Position des Künstlers und seine Beziehung zur Gesellschaft.
Die Darstellung ist nicht auf eine einfache, lineare Erzählung beschränkt. Vielmehr eröffnet sie Raum für vielfältige Interpretationen und regt dazu an, sich mit den Themen Schmerz, Identität und dem Verhältnis von Individuum und Umwelt auseinanderzusetzen. Die Stilisierung und Übertreibung der Formelemente tragen dazu bei, dass das Bild eine universelle Bedeutungsebene erreicht und über die bloße Darstellung eines individuellen Moments hinausgeht.