#36145 Franco Gentilini
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Franco Gentilini – #36145
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Im Vordergrund befindet sich ein Tisch, reichhaltig gedeckt mit Früchten – Wassermelonen, Erdbeeren und Limetten – sowie einer silbernen Schale. Ein abgenutzter Stuhl steht daneben, was auf eine kürzliche oder erwartete Mahlzeit hindeutet. Die Anordnung wirkt fast wie eine stille, verlassene Festtafel.
Weiter hinten, auf dem befestigten Boden, der sich in einem unnatürlichen Farbton präsentiert – ein Gemisch aus Grau und Rotbraun –, sitzt eine einzelne Gestalt auf einem Rollstuhl. Diese Figur ist nur schematisch dargestellt, was ihre Identität verschleiert und sie zu einer Art Symbol macht. Vor ihr befindet sich ein Zielscheibe, die einen direkten Bezug zur Thematik der Präzision, des Ziels und möglicherweise auch der Verletzlichkeit suggeriert.
Die Komposition wirkt fragmentiert und surreal. Die Elemente sind nicht harmonisch miteinander verbunden, sondern stehen in einem distanzierten Verhältnis zueinander. Dies erzeugt ein Gefühl von Entfremdung und Isolation. Der Rollstuhl deutet auf eine eingeschränkte Mobilität hin, was im Kontrast zu der weiten, offenen Perspektive steht.
Die Farbpalette ist gedämpft und dominiert von Grau-, Blau- und Brauntönen. Die wenigen Farbtupfer – die Roten der Erdbeeren, das Grün der Limetten – wirken wie kleine Lichtblicke in einer ansonsten düsteren Welt.
Subtextuell könnte die Malerei als Metapher für eine innere Zerrissenheit interpretiert werden. Die Festtafel im Vordergrund steht möglicherweise für vergessene Freuden oder unerfüllte Sehnsüchte, während die arkadenbesetzte Struktur und die isolierte Gestalt auf Einsamkeit und Entfremdung hindeuten. Das Zielscheibe könnte als Symbol für eine erzwungene Konfrontation mit der eigenen Verletzlichkeit gelesen werden. Insgesamt vermittelt das Werk ein Gefühl von stiller Kontemplation und existentieller Melancholie.