art 637 Christian Rohlfs (1848-1938)
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Christian Rohlfs – art 637
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Ein dominantes Element bilden die Dächer, die in warmen Gelb- und Orangetönen gehalten sind, kontrastierend mit den kühlen Blautönen des Himmels oder vielleicht auch der Fassaden. Die Farbgebung ist nicht naturalistisch, sondern eher expressiv, sie verstärkt das Gefühl von Atmosphäre und Stimmung. Die groben Pinselstriche und die lockere Malweise tragen ebenfalls zu dieser expressiven Qualität bei.
Es scheint, als ob die Häuser in einer Art Schieflage stehen, die Perspektive ist verzerrt, was einen Eindruck von Instabilität und Unruhe erzeugt. Einzelne Details, wie beispielsweise ein Fenster oder eine Tür, sind kaum erkennbar, sie gehen fast in den Gesamtklumpen der Gebäude auf.
Ein dunkler, fast schattenartiger Körper im unteren Bildbereich deutet auf eine menschliche Figur hin, die jedoch ebenso unbestimmt und verschwommen bleibt. Sie scheint sich in der Menge der Gebäude zu verlieren, was eine Reflexion über die Anonymität des Stadtlebens sein könnte.
Die Komposition wirkt dicht und beengt, es gibt kaum Freiraum. Diese Enge, verbunden mit der Fragmentierung der Formen, könnte eine Auseinandersetzung mit dem Verlust von Orientierung und Identität in der modernen Stadt darstellen. Der Betrachter wird vor eine verschwommene, fast bedrohliche Architektur gestellt, die weniger als eine konkrete Ortsbeschreibung, sondern eher als ein Ausdruck von Gefühl und Stimmung zu verstehen ist. Der Eindruck, der sich einstellt, ist der einer melancholischen Betrachtung des urbanen Raumes, der seine ursprüngliche Form verloren hat und in einem Zustand des Verfalls zu stehen scheint.