arm-elvgren gil-19 Gil Elvgren (1914-1980)
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Gil Elvgren – arm-elvgren gil-19
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Die Kleidung verstärkt diesen Eindruck: Ein Tenniskostüm, das jedoch die Silhouette des Körpers betont, und hochgekrempelte Socken mit auffälligen Schuhen tragen zur Inszenierung bei. Der Tennisracket liegt achtlos neben ihr, ebenso wie der Tennisball, der in unmittelbarer Nähe zu ihren Füßen platziert ist – ein Detail, das die sportliche Aktivität eher als Kulisse denn als primäres Interesse suggeriert.
Der Gesichtsausdruck der Frau ist bemerkenswert. Ihre Augen sind weit aufgerissen, ihre Lippen leicht geöffnet; es entsteht eine Aura von Überraschung oder vielleicht auch einer spielerischen Verlegenheit. Dieser Ausdruck steht im Kontrast zur selbstbewussten Körperhaltung und erzeugt eine Spannung zwischen Unschuld und Sinnlichkeit.
Die Komposition des Bildes ist darauf ausgelegt, die Aufmerksamkeit auf den Körper der Frau zu lenken. Die diagonale Linienführung, die von ihren Beinen zum Tennisnetz führt, verstärkt diesen Effekt. Das Netz selbst wirkt fast wie ein Rahmen für ihre Figur, was sie noch stärker hervorhebt.
Subtextuell scheint das Werk eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konventionen und Rollenerwartungen zu beinhalten. Die sportliche Umgebung wird hier als Kulisse für eine Darstellung weiblicher Sexualität genutzt, die traditionell im öffentlichen Raum tabu war. Es lässt sich vermuten, dass der Künstler versucht, die Grenzen zwischen Sportlichkeit und Erotik auszulöschen oder zumindest in Frage zu stellen. Die vermeintliche Unschuld des Tennisplatzes wird durch die sinnliche Darstellung der Frau untergraben, was eine kritische Reflexion über die Konstruktion von Weiblichkeit im öffentlichen Bild suggeriert. Die leicht ironische Note des Gesamtbildes deutet darauf hin, dass es sich nicht um eine unreflektierte Verherrlichung handelt, sondern vielmehr um eine spielerische Dekonstruktion etablierter Normen.