#47302 Alexandre De Riquer e Ynglada (1856-1920)
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Alexandre De Riquer e Ynglada – #47302
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Die zentrale Figur, eine Frau mit dunklem Haar, präsentiert sich im Profil, leicht nach links geneigt. Sie trägt eine aufwändige Kopfbedeckung, die an militärische oder rituelle Insignien erinnert. In ihren Händen hält sie eine Fackel, deren Licht einen goldenen Schein um ihre Gestalt wirft und gleichzeitig ein starkes diagonales Element in das Bild einführt. Dieser Lichtschein wirkt sowohl als Quelle der Illumination als auch als Trennlinie zwischen der dargestellten Frau und dem Hintergrund. Der Hintergrund selbst ist abstrakt gehalten, mit stilisierten, geometrischen Formen, die an eine Landschaft oder architektonische Elemente erinnern könnten, jedoch ohne konkrete Details.
Der Schriftblock rechts von der Frau dominiert den oberen Bildbereich. Er trägt einen Titel in auffälliger Schriftart und darunter einen Text in kleinerer Lesbarkeit. Die Anordnung des Textes deutet auf eine literarische oder poetische Verbindung hin, die möglicherweise den Kontext für das dargestellte Bild liefert. Die Sprache ist spanisch, was auf den kulturellen Ursprung des Werkes verweist.
Am unteren Rand erstreckt sich ein Band aus gelben Blüten, die in ihrer repetitiven Anordnung eine gewisse rhythmische Wirkung erzielen. Die Blumen bilden einen Kontrast zur strengen Geometrie der oberen Bildhälfte und verleihen dem Gesamtbild eine organische Note.
Die Komposition suggeriert eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen persönlicher Erfahrung und politischer Aussage. Die Fackel könnte für Erleuchtung, Fortschritt oder auch für die Bewahrung von Traditionen stehen. Die Frau selbst scheint in einer ambivalenten Position zu sein – sie ist sowohl Lichtbringerin als auch möglicherweise Gefangene ihrer Rolle. Der Text deutet auf eine Reflexion über Macht, Ehre und das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft hin. Die Anwesenheit des Schiffes im oberen rechten Bereich könnte für Reise, Entdeckung oder auch Exil stehen.
Insgesamt wirkt die Tafel wie ein allegorisches Werk, das durch seine symbolische Bildsprache und seine komplexe Struktur den Betrachter zur Interpretation anregt. Die sorgfältige Gestaltung der einzelnen Elemente und ihre harmonische Anordnung zeugen von einer hohen handwerklichen Kunstfertigkeit.