Blind Man’s Buff Nicolas Lancret (1690-1743)
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Nicolas Lancret – Blind Man’s Buff
Ort: National Museum (Nationalmuseum), Stockholm.
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Die übrige Gesellschaft, bestehend aus Männern und Frauen in aufwendigen Gewändern des 18. Jahrhunderts, ist in unterschiedliche Aktivitäten verwickelt. Einige beobachten das Geschehen belustigt, andere beteiligen sich am Spiel oder unterhalten sich in kleinen Gruppen. Ein Mann, der sich dem blinden Mann zuwendet, scheint ihn anzuleiten oder zu warnen. Eine weitere Frau lehnt auf einem Stuhl und scheint in die Szene vertieft zu sein.
Der Raum selbst ist von großer Pracht geprägt. Säulen mit vergoldeten Kapitellen, aufwändige Stuckarbeiten und Marmorwände erzeugen eine Atmosphäre von Luxus und Wohlstand. Durch ein großes Fenster im Hintergrund blickt man auf einen üppigen Garten, der die Szene zusätzlich belebt. Statuen, die an den Wänden platziert sind, verstärken den Eindruck einer hochkarätigen Gesellschaft.
Die Malweise ist locker und impressionistisch, wodurch eine Atmosphäre von Spontaneität und Lebendigkeit entsteht. Die Farbpalette ist warm und lebendig, mit einem Schwerpunkt auf Rot, Rosa, Blau und Gold. Das Spiel mit Licht und Schatten erzeugt Tiefe und Dynamik.
Subtextuell scheint das Gemälde die gesellschaftlichen Normen und Konventionen der Zeit auf humorvolle Weise zu hinterfragen. Die Blindheit des Mannes könnte als Metapher für die Unfähigkeit der Aristokratie verstanden werden, die Realität zu erkennen oder sich mit ihr auseinanderzusetzen. Das Spiel selbst könnte eine Darstellung der Oberflächlichkeit und des Hedonismus des Adels sein. Die scheinbare Anarchie und das Chaos des Spiels stehen in einem deutlichen Kontrast zur Ordnung und Struktur des repräsentativen Innenraums, was die Ambivalenz der sozialen Hierarchien und die Grenzen der gesellschaftlichen Kontrolle verdeutlicht. Das Gemälde lädt somit dazu ein, über die Rolle des Individuums in der Gesellschaft und die Natur von Macht und Autorität nachzudenken.