16893 Amedeo Modigliani (1884-1920)
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Amedeo Modigliani – 16893
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Die Darstellung des Gesichts ist auffällig stilisiert. Die Gesichtszüge sind langgezogen und wirken fast karikaturhaft. Die Augen sind groß und leicht versetzt angeordnet, der Mund schmal und angespannt. Diese Verzerrungen erzeugen ein Gefühl von Unbehagen oder gar Distanzierung. Es entsteht kein unmittelbarer Eindruck von Wärme oder Vertrautheit.
Die Farbgebung ist gedämpft und dominiert durch dunkle Töne: Schwarz, Dunkelbraun und Olivgrün. Die Farbfelder sind grob aufgetragen, was der Darstellung eine gewisse Rauheit verleiht. Der Hintergrund ist nur schematisch angedeutet, wodurch die Figur noch stärker in den Vordergrund tritt. Die Farbpalette verstärkt das Gefühl von Melancholie oder Isolation, das durch die verzerrten Gesichtszüge bereits angedeutet wird.
Es lässt sich vermuten, dass der Künstler nicht primär an einer realistischen Wiedergabe interessiert war, sondern vielmehr an der Darstellung eines inneren Zustands oder einer bestimmten Persönlichkeit. Die Stilisierung und die gedämpfte Farbgebung lassen auf eine kritische oder gar distanzierte Haltung des Künstlers gegenüber seinem Modell schließen. Die formale Reduktion könnte auch als Ausdruck einer Entfremdung von traditionellen Porträtkonventionen interpretiert werden. Der Mann wirkt gefangen, sowohl in seiner Pose als auch möglicherweise in seiner sozialen Rolle. Die Abwesenheit von Details im Hintergrund verstärkt den Eindruck der Isolation und Konzentration auf die innere Welt des Dargestellten.