TENIERS David the Younger Temptation Of St Anthony David II (the Younger) Teniers (1610-1690)
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David II Teniers – TENIERS David the Younger Temptation Of St Anthony
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Um ihn herum tobt ein chaotisches Treiben von kleinen, dämonischen Gestalten. Diese Wesen sind in den unterschiedlichsten Posen dargestellt: Einige klettern an der Decke entlang, andere schwingen sich durch die Luft, wieder andere sitzen am Tisch und scheinen das Geschehen mit Schadenfreude zu beobachten. Ihre Physiognomien sind karikaturhaft verzerrt, mit grotesken Gesichtszügen und übertriebenen Proportionen. Einer von ihnen spielt eine Flöte, was dem Bild eine zusätzliche Note von Unruhe und Heiterkeit verleiht.
Die Szene spielt in einem düsteren, grob gemauerten Raum. Ein einzelnes Fenster lässt einen schwachen Lichtschein herein, der die Figuren teilweise beleuchtet und so ihre grotesken Züge noch deutlicher hervorhebt. Der Rest des Raumes ist in tiefen Schatten getaucht, was eine Atmosphäre von Geheimnis und Bedrohung erzeugt.
Die Malerei scheint eine allegorische Darstellung zu sein, möglicherweise eine Veranschaulichung der Versuchung oder des Kampfes gegen die eigenen Schwächen. Die ernsthafte Konzentration des Mannes im Habit steht im krassen Gegensatz zum ausgelassenen Treiben der dämonischen Gestalten, was den inneren Konflikt zwischen Tugend und Laster verdeutlicht. Es könnte sich auch um eine Darstellung der menschlichen Neigung zur Ablenkung und Verführung handeln, die den Weg zu spiritueller Erkenntnis erschwert.
Die humorvolle Note, die durch die karikaturhaften Darstellungen und das musikalische Element entsteht, relativiert jedoch die Ernsthaftigkeit des Themas. Es scheint, als ob der Künstler eine gewisse Distanz zum dargestellten Konflikt nimmt und ihn mit einem Augenzwinkern betrachtet. Die Malerei ist somit nicht nur eine moralische Mahnung, sondern auch ein Spiel mit den Grenzen zwischen Heiligkeit und Sünde, Ordnung und Chaos.