nature #108 Rien Poortvliet (1932-1995)
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Rien Poortvliet – nature #108
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Die Farbpalette ist dominiert von warmen Brauntönen, Ocker und Goldgelb, die in einem intensiven Kontrast zu den dunklen, fast schwarzen Bereichen stehen. Diese Farbwahl verstärkt das Gefühl der Enge und des Versteckens. Die Textur wirkt rau und pastos; Pinselstriche sind deutlich sichtbar und tragen zur haptischen Qualität des Werkes bei. Es entsteht ein Eindruck von Bewegung und Lebendigkeit, trotz der scheinbaren Stillstandszustand des Tieres.
Der Hintergrund ist nicht als klar definierte Landschaft erkennbar, sondern eher als eine verschwommene Masse aus Farben und Formen. Dies lässt das Tier isoliert erscheinen, betont seine Eigenständigkeit und verleiht ihm gleichzeitig eine gewisse Bedrohlichkeit. Die Dunkelheit umgibt es fast vollständig, was die Aufmerksamkeit des Betrachters auf den helleren Körper des Tieres lenkt.
Subtextuell könnte das Bild als Metapher für das Leben in der Wildnis interpretiert werden – ein Kampf ums Überleben, geprägt von Verstecken und Jagd. Die Hermeline verkörpert hier vielleicht Instinkt, Geschicklichkeit und die unbändige Kraft der Natur. Die Abwesenheit eines klaren Horizonts oder einer vertrauten Umgebung verstärkt das Gefühl des Unbehagens und der Fremdheit. Es ist ein Bild, das nicht nur eine Darstellung von Fauna bietet, sondern auch Fragen nach dem Verhältnis zwischen Mensch und Natur aufwirft, sowie über die Bedingungen des Daseins in einer unerbittlichen Umwelt. Die Komposition suggeriert eine Spannung zwischen Beobachtung und Bedrohung; der Betrachter fühlt sich gleichzeitig angezogen und abgeschreckt.