nature #199 Rien Poortvliet (1932-1995)
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Rien Poortvliet – nature #199
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Das Kaninchen nimmt eine zentrale Position ein. Es ist großflächig dargestellt und seine dunkle, braune Fellzeichnung dominiert den unteren Bildbereich. Die Darstellung des Kaninchens wirkt dynamisch; es scheint sich im Sprung zu befinden, wobei die Hinterbeine kraftvoll angedeutet sind.
Rechts daneben befindet sich das Eichhörnchen, dessen buschiger Schwanz einen starken Kontrast zur gedrungenen Körperhaltung bildet. Auch hier wird Bewegung suggeriert, wenngleich subtiler als beim Kaninchen. Die Farbgebung des Eichhörnchens ist warm und rötlich-braun gehalten.
Über den beiden Tieren schwebt ein Vogel, dessen Darstellung weniger detailliert ist. Er wirkt fast wie ein flüchtiger Beobachter der Szene. Seine Position im oberen Bildbereich verleiht dem Gesamtbild eine gewisse Leichtigkeit.
Ein wesentliches Element der Malerei sind die handschriftlichen Notizen, die über die Tierfiguren verteilt angeordnet sind. Der Text, in einer unbekannten Sprache verfasst (vermutlich Niederländisch), scheint eine Art Reflexion oder Kommentar zur dargestellten Szene zu sein. Die Überlagerung von Schrift und Bild erzeugt eine interessante Spannung zwischen visueller Darstellung und sprachlicher Interpretation.
Die Malerei evoziert ein Gefühl der Beobachtungsgabe, des flüchtigen Augenblicks in der Natur. Es ist nicht offensichtlich, ob die Tiere miteinander interagieren oder ob es sich um separate Momente handelt. Die Komposition lässt Raum für Interpretationen; sie könnte eine Meditation über die Fragilität und Schönheit der natürlichen Welt sein, oder auch eine Auseinandersetzung mit dem Verhältnis zwischen Mensch (als Beobachter) und Natur. Der Text trägt zur Mehrdeutigkeit bei und verstärkt den Eindruck einer persönlichen, intimen Betrachtung. Die Malerei wirkt weniger wie eine naturalistisch genaue Darstellung als vielmehr wie eine subjektive Momentaufnahme, eingefangen in fließenden Aquarellfarben.