nature #224 Rien Poortvliet (1932-1995)
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Rien Poortvliet – nature #224
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Das Wildschwein, dargestellt in dunklen Braun- und Grautönen, blickt frontal und wirkt in seiner Darstellung etwas starr und ungeschliffen. Seine Körperhaltung ist aufrecht, die Ohren aufgestellt, was eine gewisse Wachsamkeit oder Aufmerksamkeit andeutet. Die Darstellung ist naturalistisch, jedoch ohne Detailreichtum.
Der Fasan hingegen ist farblich lebendiger und aufwendiger gestaltet. Seine Gefiederzeichnung ist detaillierter, mit einem Fokus auf die komplexen Farbnuancen und Muster. Er befindet sich im Profil, sein Hals ist aufrecht, der Schnabel leicht geöffnet, was einen Eindruck von Aufrichtigkeit oder eventuell auch von Rufe vermittelt.
Über den beiden Tieren schwebt ein Textfragment in kursiver Schrift, geschrieben in einer nicht näher identifizierbaren Sprache. Die Textzeilen scheinen in einer freien Assoziationsweise angeordnet zu sein und tragen zur rätselhaften Atmosphäre des Bildes bei.
Die Komposition ist schlicht und fokussiert die Beziehung zwischen den beiden Tieren. Die Wahl der Tierarten – ein eher unberechenbares, potentiell aggressives Wildtier und ein bodenständiger, weitgehend harmloser Vogel – könnte auf einen Kontrast zwischen Instinkt und Anpassung, zwischen Wildheit und Zivilisation hinweisen. Das Zusammenspiel der reduzierten Hintergrundgestaltung und der detaillierten Tierdarstellungen erzeugt eine Spannung zwischen Abstraktion und Realismus.
Die Zeichnung lässt Raum für Interpretationen und evoziert ein Gefühl der Beobachtung einer vergänglichen Situation in der Natur. Der Text trägt zusätzlich zu einer Mehrdeutigkeit bei und lässt die Frage offen, ob es sich um eine Beschreibung, einen Kommentar oder eine poetische Reflexion handelt.