nature #124 Rien Poortvliet (1932-1995)
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Rien Poortvliet – nature #124
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Der Künstler hat das Wildschwein nicht naturalistisch abgebildet; vielmehr scheint es sich um eine subjektive Interpretation zu handeln. Die Konturen sind verschwommen, die Details reduziert, was dem Tier einen fast archaischen, mythischen Charakter verleiht. Die Augen sind kaum erkennbar, was eine gewisse Distanz und Unnahbarkeit suggeriert. Die Stoßzähne ragen markant hervor und unterstreichen die Kraft und Wildheit des Tieres.
Der Hintergrund ist nur angedeutet; wir erkennen vage Umrisse von Bäumen und Büschen, die in den diffusen Farben der Landschaft verschwimmen. Die Malweise lässt vermuten, dass es sich um eine Szene im Dämmerlicht oder bei schlechter Sicht handelt. Die Farbgebung trägt zur Atmosphäre des Geheimnisvollen bei.
Es liegt nahe, hier nicht nur ein Tier abzubilden, sondern auch etwas über die Beziehung zwischen Mensch und Natur auszusagen. Das Wildschwein könnte als Symbol für ungezähmte Kräfte, für Instinkt und Urwüchsigkeit stehen. Die Verschmelzung des Tieres mit der Landschaft deutet auf eine tiefe Verbundenheit hin, aber gleichzeitig auch auf einen möglichen Konflikt – die Konfrontation zwischen zivilisierter Welt und wilder Natur. Die düstere Farbgebung und die verschwommene Darstellung lassen zudem eine gewisse Melancholie oder Bedrohung anklingen. Die Malerei scheint weniger eine reine Naturbetrachtung als vielmehr eine Auseinandersetzung mit den dunkleren Seiten der Existenz zu sein, in denen das Wilde und Unberechenbare präsent sind.