Hans Holbein the Younger (1497 or 1498-1543) – Portrait of a Young Merchant, probably Hans von Muffel of Nuremberg, age 28 Kunsthistorisches Museum
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Die Kleidung des Mannes ist präzise dargestellt und zeugt von Wohlstand und sozialem Status. Die dunkle, pelzbesetzte Robe deutet auf eine gewisse Bedeutung hin, während die feine Rüsche am Kragen auf eine sorgfältige Pflege und ein Verständnis für modische Details schließen lässt. Der Hut, ebenfalls mit Pelz besetzt, rundet das Bild des wohlhabenden Bürgers ab.
Besonders auffällig ist die Gegenstände, die der Mann in der Hand hält und auf dem Tisch vor ihm liegen: ein kleines, goldenes Gefäß und ein Schreibkasten mit Schreibfeder und Tinte. Diese Details sind nicht zufällig gewählt. Das Gefäß könnte ein Messinstrument sein, vielleicht für den Handel relevant. Der Schreibkasten wiederum verweist auf Bildung und Geschäftstüchtigkeit. Sie verweisen auf die intellektuellen und wirtschaftlichen Fähigkeiten des Porträtierten.
Der Hintergrund ist schlicht, ein gleichmäßiges Türkis, das die Figur stärker in den Vordergrund rückt und ihre Bedeutung hervorhebt. Die Inschrift am oberen Bildrand, Anno Dni 1541. Etatis Sva. 28, gibt das Jahr der Entstehung und das Alter des Mannes an.
Die Farbgebung ist gedämpft und realistisch. Die warmen Farbtöne der Kleidung und des Gesichts stehen in Kontrast zum kühlen Türkis im Hintergrund, wodurch das Porträt eine besondere Intensität erhält. Die Detailgenauigkeit in der Darstellung der Texturen – des Pelzes, der Stoffe, der Haut – zeugt von der hohen handwerklichen Kunstfertigkeit des Künstlers.
Es liegt der Eindruck vor, dass es sich um ein Porträt handelt, das nicht nur das äußere Erscheinungsbild des Mannes festhalten, sondern auch dessen Charakter und soziale Position vermitteln sollte. Der Ausdruck des Porträtierten vermittelt eine Mischung aus Ernsthaftigkeit und Selbstsicherheit, die den Eindruck eines erfolgreichen und gebildeten Mannes erweckt. Der Künstler legte Wert darauf, einen Eindruck von Würde und Intelligenz zu vermitteln, was das Porträt zu einem eindrucksvollen Zeugnis des Bürgertums im 16. Jahrhundert macht.