Salvator Rosa (1615-1673) – Astrea, Goddess of Agriculture and Fertility, Turns Away from Earth and Leaves Scales and Sword to the Shepherds Kunsthistorisches Museum
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Unterhalb der schwebenden Figur befindet sich eine Gruppe von Figuren in irdischerer Umgebung. Ein Mann, erkennbar an seinem grauen Bart und der rauen Kleidung, versucht verzweifelt, die schwebende Frau festzuhalten. Seine Geste drückt den Wunsch nach Bindung oder das Eingreifen in ihren Abschied aus. Zwei weitere Personen liegen am Boden, eine von ihnen weint und verdeckt ihr Gesicht, während die andere in tiefer Not scheint. Ein Feld voller Getreide deutet auf eine Verbindung zur Landwirtschaft und zum Wohlstand hin, die nun bedroht zu sein scheint.
Die Komposition ist durch eine starke diagonale Linie gekennzeichnet, die vom unteren linken Rand zum oberen rechten verläuft. Diese Linie betont die Bewegung und den Aufbruch der göttlichen Figur. Der dunkle Hintergrund, der fast den gesamten oberen Bildbereich einnimmt, verstärkt den Eindruck von Distanz und Transzendenz. Das Licht fällt vor allem auf die schwebende Gestalt und den Mann, der sie festhält, wodurch diese Figuren besonders hervorgehoben werden.
Die Szene deutet auf einen Verlust, eine Trennung oder das Ende einer Ära hin. Die weinenden Figuren symbolisieren die Trauer und den Schmerz über den Abschied, während der Mann, der versucht, die Frau festzuhalten, möglicherweise für die Verzweiflung derjenigen steht, die versuchen, die Vergangenheit festzuhalten. Die Symbole in den Händen der schwebenden Frau, das Schwert und die Waage, lassen auf eine größere politische oder gesellschaftliche Bedeutung schließen. Es könnte sich um den Rücktritt einer Schutzmacht, den Verlust von Recht und Ordnung oder den Übergang zu einer neuen Herrschaftsform handeln. Die Verlassenschaft der Waage und des Schwertes an die Hirten deutet darauf hin, dass die Verantwortung für Ordnung und Gerechtigkeit nun den irdischen Autoritäten übertragen wird. Insgesamt wirkt das Gemälde wie eine Allegorie über den Wandel, den Verlust und die Übertragung von Macht.