1963 Femme au miroir Pablo Picasso (1881-1973) Period of creation: 1962-1973
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Pablo Picasso Period of creation: 1962-1973 – 1963 Femme au miroir
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Die Frau selbst wird in einem Profil dargestellt, wobei ihr Gesicht in zwei Hälften geteilt erscheint – die linke Seite zeigt ein dunkles Auge und einen markanten Nasenrücken, während die rechte Seite blass und fast maskenhaft wirkt. Die Augenbrauen sind betont und wirken fast wie separate Elemente, die das Gesicht zusätzlich fragmentieren. Ein breiter, schwarzer Strich zieht sich über ihre Lippen und verleiht ihr eine gewisse Distanziertheit oder sogar Melancholie.
Ihr Körper ist ebenfalls in geometrische Formen zerlegt. Der Hals scheint aus mehreren Ebenen zu bestehen, die sich in unterschiedlichen Winkeln übereinander legen. Die Kleidung, ein blau-grünes Gewand mit einem auffälligen, wellenförmigen Muster, wird ebenfalls fragmentiert dargestellt und wirkt fast wie eine separate Einheit neben dem Gesicht. Die Haare sind in breite, weiße Streifen unterteilt, die sich über den oberen Teil des Bildes erstrecken und einen dynamischen Effekt erzeugen.
Die Komposition suggeriert eine Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und dem Selbstbild. Der Spiegel dient hier nicht als neutrale Reflexion, sondern als Medium der Verzerrung und Fragmentierung. Die Frau scheint sich selbst in einem Zustand der Zerrissenheit zu betrachten, möglicherweise ein Ausdruck innerer Konflikte oder einer multiplen Persönlichkeit. Die fragmentierte Darstellung könnte auch eine Kritik an konventionellen Schönheitsidealen und die Reduktion des Menschen auf einzelne Merkmale darstellen.
Es liegt eine gewisse Spannung zwischen dem starren, geometrischen Aufbau der Formen und den organischen Linien, die beispielsweise im Muster der Kleidung zu finden sind. Diese Spannung verstärkt das Gefühl von Unruhe und Zerrissenheit, das von der gesamten Darstellung ausgeht. Die Farbpalette ist reduziert und konzentriert sich auf dunkle Töne mit vereinzelten Akzenten in Weiß und Grün, was zur düsteren und introspektiven Atmosphäre beiträgt. Insgesamt vermittelt die Malerei ein Gefühl der Isolation und des Nachdenkens über die eigene Existenz.