Baroncelli Polyptych Giotto di Bondone (1266-1337)
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Giotto di Bondone – Baroncelli Polyptych
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Im Zentrum des oberen Bereichs steht eine Szene, die sich von der umgebenden Fülle abhebt. Hier wird eine zentrale Gestalt, vermutlich Maria, in einem strahlend weißen Gewand gezeigt, während eine männliche Figur, vermutlich Jesus, sie berührt oder segnet. Die Szene strahlt eine Aura von Heiligkeit und Andacht aus. Die Figuren sind hier ruhiger und konzentrierter dargestellt als die umliegenden Gestalten. Die Komposition wirkt hier stärker geschlossen und weniger fragmentiert.
Der untere Bereich des Werks besteht aus einer Reihe kleinerer, gleichförmig gestalteter Felder. In jedem dieser Felder ist das Porträt eines Kindes abgebildet, welches in einer ovalen Einfassung zu sehen ist. Diese Porträts sind in einem dunkleren Farbschema gehalten und wirken dadurch wie separate, geschlossene Einheiten. Sie bilden einen Kontrast zum dynamischen, farbenfrohen oberen Bereich.
Die Gegenüberstellung der beiden Bereiche erzeugt eine interessante Spannung. Während der obere Teil eine expansive, fast überwältigende Wirkung hat, wirkt der untere Bereich eher introspektiv und konzentriert. Es lässt sich vermuten, dass die Kinderporträts als Gedenken an verstorbene Kinder dienen könnten, was der Darstellung eine zusätzliche Schicht von Bedeutung verleiht. Die arkadenartige Struktur des oberen Teils erinnert an eine Kathedrale oder Kirche und verstärkt den religiösen Charakter des Werkes. Die insgesamt detailreiche Ausarbeitung der Gewänder und Gesichtszüge lässt auf eine hohe handwerkliche Meisterschaft schließen. Das Gesamtbild suggeriert einen Auftraggeber, der Wert auf sowohl Repräsentation und Andacht als auch auf die Erinnerung an geliebte Menschen legte.