Ribera, José de – San Simón Part 3 Prado Museum
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Part 3 Prado Museum – Ribera, José de -- San Simón
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Die Gesichtszüge des Mannes sind von tiefer Trauer und Erschöpfung gezeichnet. Tiefe Falten umziehen Augen und Mund, die Haut wirkt dünn und vernarbt. Die Augen selbst wirken müde, aber dennoch eindringlich. Ein graues Vollbart bedeckt den Großteil seines Gesichts, wobei einzelne weiße Haare deutlich erkennbar sind. Er trägt eine schlichte, ockerfarbene Tunika, die über seine Schultern drapiert ist. In seinen Händen hält er einen Stab oder eine Rute, deren Dornen deutlich sichtbar sind und zur Darstellung von Leiden und Bestürzung beitragen.
Die Farbpalette ist gedämpft und dominiert von erdigen Tönen – Gelbbraun, Grau und Schwarz. Diese Farbwahl verstärkt den Eindruck von Askese, Entbehrung und Altersschwäche. Die Textur der Malerei wirkt rau und ungeschliffen, was die Darstellung zusätzlich authentisch erscheinen lässt.
Die Subtexte dieser Darstellung sind vielschichtig. Es liegt eine deutliche Betonung auf das menschliche Leiden vor, sowohl körperlich als auch seelisch. Der Stab mit den Dornen verweist auf Schmerz und Opferbereitschaft. Die direkte Blickrichtung des Mannes erzeugt eine unmittelbare Verbindung zum Betrachter, fordert ihn heraus, sich mit dem dargestellten Leid auseinanderzusetzen. Es könnte sich um eine Darstellung eines Heiligen handeln, der für seinen Glauben gelitten hat, oder aber um ein allgemeineres Porträt menschlicher Ausdauer und Widerstandsfähigkeit angesichts von Widrigkeiten. Die schlichte Inszenierung und die Betonung des Alters lassen zudem auf die Vergänglichkeit des Lebens und die Unausweichlichkeit des Leidens hinweisen. Insgesamt erzeugt das Werk eine Atmosphäre der Melancholie, Kontemplation und tiefen menschlichen Erfahrung.