img334 Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938)
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Ernst Ludwig Kirchner – img334
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Der Gesichtsausdruck des Dargestellten ist von tiefer Melancholie geprägt. Die Augen sind weit geöffnet und wirken fast flehend, während die Mundpartie zu einem schmalen, traurigen Strich geformt ist. Die Linienführung ist dabei alles andere als sanft; sie sind grob, fragmentiert und wirken beinahe aggressiv auf das Gesicht appliziert. Diese Technik verstärkt den Eindruck von Leid und innerer Zerrissenheit.
Besondere Aufmerksamkeit erregt die Darstellung des Haares, welches in einer wirbelnden Bewegung dargestellt wird und eine gewisse Unruhe suggeriert. Auch die Form der Nase und des Kinns sind stark stilisiert und wirken verzerrt, was zur Gesamtwirkung der Entfremdung beiträgt.
Die Komposition ist schlicht gehalten; das Gesicht füllt fast den gesamten Bildraum aus. Ein dunkler Hut oder eine Kapuze überdeckt teilweise den Kopf, was dem Dargestellten eine gewisse Geheimnisvolles verleiht und möglicherweise auf eine verborgene Geschichte hindeutet. Die vertikale Ausrichtung des Bildes verstärkt die eindringliche Wirkung des Porträts.
Subtextuell könnte das Werk als Reflexion über Vergänglichkeit, Verlust oder auch gesellschaftliche Isolation interpretiert werden. Der Dargestellte scheint von inneren Konflikten geplagt zu sein und trägt eine Last mit sich, die durch die düstere Farbgebung und die expressive Linienführung visualisiert wird. Die Abstraktion des Gesichts ermöglicht es dem Betrachter, eigene Interpretationen und Emotionen in das Bild zu projizieren. Es entsteht ein Gefühl der Nähe zum Dargestellten, trotz seiner distanzierten Darstellung.