img226 Gustave Dore (1832-1883)
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Gustave Dore – img226
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Im Vordergrund steht eine einzelne Gestalt, ein Mann mit wettergegerbtem Gesicht und einem Gehstock, der die Treppe heraufsteigt. Seine Haltung ist gebeugt, sein Blick scheint in die Ferne gerichtet, was den Eindruck einer schweren Last oder eines inneren Konflikts verstärkt. Er wirkt isoliert von der Gruppe, die sich auf der Plattform versammelt hat.
Auf dieser Plattform sitzen und stehen mehrere Personen, deren Gesichtsausdrücke von Kummer und Sorge geprägt sind. Eine Frau in vorderster Nähe weint offen, während andere ihre Gesichter verborgen halten oder stumm in den Raum blicken. Ein Kind steht inmitten der Erwachsenen, seine Gestalt wirkt verloren und verängstigt. Die Kleidung der Personen deutet auf einen gewissen sozialen Status hin, was die Tragweite des Ereignisses unterstreicht.
Die Architektur spielt eine wichtige Rolle in der Darstellung. Eine erhöhte Mauer mit einer weiblichen Statue bildet den Hintergrund links, während rechts ein massives Gebäude oder eine Festung erkennbar ist. Die Treppe selbst dient als verbindendes Element zwischen dem Aufsteigenden und der Gruppe, symbolisiert aber gleichzeitig eine Distanz und einen Übergang.
Die Beleuchtung ist diffus und erzeugt eine melancholische Atmosphäre. Der Himmel ist trüb, was die Stimmung zusätzlich verdunkelt. Die detaillierte Ausarbeitung der Texturen – von den Steinen der Treppe bis zu den Falten der Kleidung – verleiht der Szene eine hohe Realitätsnähe und Intensität.
Subtextuell könnte das Werk als Allegorie für Abschied, Verlust oder Exil interpretiert werden. Der aufsteigende Mann könnte einen Boten, einen Verbannten oder jemanden repräsentieren, der sich von einer Gemeinschaft entfernt. Die weinenden Frauen symbolisieren den Schmerz und die Trauer der Hinterbliebenen. Insgesamt erzeugt das Bild ein Gefühl tiefer menschlicher Erfahrung und universeller Tragödie. Es ist eine Darstellung von Momenten des Abschieds, die in der Zeit verloren gehen, aber dennoch einen bleibenden Eindruck hinterlassen.