The Last Judgement, Saint Bavo Hieronymus Bosch (1450-1516)
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Hieronymus Bosch – The Last Judgement, Saint Bavo
Ort: Academy of Fine Arts, Vienna (Akademie der Bildenden Künste).
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BEMERKUNGEN: 1 Ответы
PFLICHT DER MITTELALTERS
1
Ein Herzog in einem mit Rot gefütterten Mantel,
Und Knaben – Sporen und Stiefel am Fuß.
Ein lauter Markt erscheint klar vor Augen,
Ein geschäftiges Babylon hier.
Weiterhin stürmt der Dom den Himmel,
Mit der Summe seiner mächtigen Mauern.
Vierzig Jahre werden gebaut – ist das ein Alter?
Der Architekt kennt viele Pläne.
Die Stadtgassen sind steil gebogen,
Hier ist kein Weg ohne Netz.
Ein Alchemist betrachtet tief in den Behälter –
Reift das, was den Tod widerlegen wird.
Ein Herd in einer Taverne – ein roter Muskel.
Sättiges und saftiges Essen.
Die Atmosphäre scheint sicher zu sein,
Obwohl manchmal Schlägereien ausbrechen.
2
In der Schenke herrscht eine hitzige Stimmung, und da steht ein Dichter,
Berauscht – er hat keine Kraft, sich zu beherrschen,
Er will Gedichte vortragen – und trägt sie vor.
Die Wirtin bringt eine Suppe im Topf.
Ein Gesindel umgibt ihn in wilder Masse – dumm.
Draußen wird es dunkel und veraltet
Ein normaler Tag. Hier ist ein Gasthof.
Auf dem Hof findet man Stroh im Blickfeld.
Gebundene Pferde.
Das Feuer leuchtet gelb im Fenster.
Dort ist weit entfernt eine Burg.
Und man hört einen Gesang auf einem Fluss,
Und das kann deinen Geist nüchtern machen.
3
In der Laboratorium
Wie in einer Küche oder
In einer Höhle – ein alter Mann mit Bart.
Blauer Rauch. Die Abendstadt.
Die Welt von Küchen, Rohren und Schloten
Wird uns keinen Philosophenstein geben.
Goldene Samen – die Summe der Keimlinge.
Der Alchemist blickt in den Schlund des Feuers...
4
Eine Hinrichtung ist wie ein Schauspiel. Dicke,
Rötliche Bürger stehen da.
Hier scheint jeder mit Brot satt zu sein,
Aber was die Schauspiele betrifft? Denn die Grenzen
Eines Fremden (ach, zum Glück nicht unseres!)
Ziehen Schmerz an.
Frauen und Männer stehen da.
Weiße Kapuzen... das Leben ist so...
5
Studenten führen eine Debatte.
Ein Garten der Theologie – ein Satz
Von
Begriffen (Früchten) wird ihnen heute gegeben.
Was ist besser als gelehrte Debatten?
Jemand hat viel Holz auf einem Wagen zum Markt gebracht.
Was die Katastrophen betrifft –
Sie haben keinen Glauben daran, wenn der Glaube aufgehoben ist.
Du, Prälat – und selbst ein Spross, ein Zweig
Eines Baumes, den man
Nicht sehen kann, auch wenn er lockt...
6
Der Mantel eines Gelehrten ist schwarz.
Gibt es Antworten? Oder nur Fragen?
Die Straße ist gerade wie eine Saite –
Wo bist du, Philosoph, wenn du schief
Auf die Realität blickst – so hast du sie gesehen?
Ist es interessant oder nicht – wohin
Klappern die Hufen – reitet dieser
Mann? Goldenes Wasser
Der Vergangenheit! Vor dem Hintergrund vieler Zweige
Ein Winterfluss, und kahl wie Angst
Die ganze Weite. Jäger, Hunde.
Und das Feuer wird rötlich. Ich bin müde.
Hier ist eine Schenke. Perspektiven sind zweifelhaft
Im Allgemeinen. Kinder am Fluss
Fahren Schlittschuh. Und die Stadt
Als schwarz-weiße Masse in der Ferne
Stillt die Neugier, wie Hunger.
7
Die Frucht des Mittelalters reifte lange:
Hier ist ein Granatapfel – aber er hat tausende Samen.
In der Werkstatt war der Künstler oft kühn
In seinem Wagemut, ungebunden von Gedanken.
Jahrhunderte wurden Kathedralen gebaut, Staub,
Schweiß, Müdigkeit, harte Arbeit.
Die Flasche, die uns Wasser gab,
Ist leer geworden. Gibt es überhaupt Freiheit?
Die Kirche liebt Macht. Krieg herrscht.
Und die Straßen sind im Moment gefährlich.
Eine große Tiefe der Zeit!
Vorräte der Vergangenheit!
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