The Seven Deadly Sins and the Four Last Things – Lust (workshop or follower) Hieronymus Bosch (1450-1516)
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Hieronymus Bosch – The Seven Deadly Sins and the Four Last Things - Lust (workshop or follower)
Ort: Prado, Madrid.
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BEMERKUNGEN: 1 Ответы
DÄMONEN
1
In hundert Stimmen plappern sie und ziehen an,
Zu schwarzen Zielen, unterwerfen den Willen
Und verführen den Verstand. Die Route führt
Durch eine trostlose Provinz.
Überall sind krumme Zäune und Schmutz.
Die Menschen schmieden ehrgeizige Pläne.
Sie wollen den Teufel besiegen und glauben,
Dass sie dann Macht haben werden.
Kirillow geht spät ins Bett und erforscht sich
In der Nacht. Wer aber das moralische Gesetz bricht –
Dem ist es besser, einen Stein um den Hals zu tragen,
Das werde ich nicht verbergen.
Warum sollte man den Dämonen zuhören? Nun, warum?
Als ob es kein Sonnenlicht gäbe,
Als ob es nicht genug Lichtquellen gibt!
In der Provinz war das einmal so.
Petrus Werchowenski und seine Freunde,
Die Summe ihrer wilden Taten.
Später wurde Russlands Weg verrückt gemacht.
Eine leere Warnung wurde ausgesprochen.
Unterwerfe dich niemals den Dämonen,
Bekämpfe deine bösen Illusionen.
Der Schmutz platscht, als ob er für immer
Herrschen würde, dieser abscheuliche Dreck in Russland.
2
Kirillow geht spät ins Bett.
Die Stadt ist krumm, hässlich und dunkel –
Man muss mit Hoffnung leben,
Wenn die Häuser hier so krumm sind.
Wie viel Verständnis kann man mit Dämonen finden?
Nein,
Und versuche es nicht – es ist so beunruhigend,
Wenn das Licht um dich herum verzerrt ist.
Hat Kirillow Recht? Kaum,
Man darf den Dämonen sein Leben nicht geben,
Das birgt die Möglichkeit der Vertikalität –
Aber wie soll man das entschlüsseln?
Sie können nicht kommentieren Warum?
Neben ihnen befindet sich eine junge Frau, deren Haltung und Kleidung – ein weißes, fast transparent wirkendes Gewand – eine gewisse Unschuld und Verletzlichkeit suggerieren. Sie wird von einem Mann mit einem Stock bedrängt, der in einer dynamischen Pose dargestellt wird und auf eine erzwungene Nähe hindeutet.
Am rechten Bildrand wird eine weitere Person, ein Mann in gelber Kleidung, in einer grotesken Pose abgebildet. Er scheint sich in einem Zustand des Übermuts oder der Ekstase zu befinden, was einen Kontrast zu der scheinbaren Passivität der anderen Figuren bildet. Um ihn herum liegen diverse Gegenstände: eine Harpfe, ein Becher, ein Tambourin und eine Flöte, die auf eine Atmosphäre von Vergnügen und sinnlicher Hingabe hindeuten.
Der rechteckige Tisch mit den Beeren und der orangefarbenen Frucht wird von einem goldenen Fuß gehalten. Die Umgebung ist eine grüne Wiese, im Hintergrund sind Bäume angedeutet. Der Schriftzug Luzia unterhalb der Harpfe verweist direkt auf das Thema der Darstellung: die Wollust.
Die Komposition wirkt trotz des üppigen Details und der farblichen Vielfalt gedrängt und fast klaustrophobisch. Die Verwendung des Zeltdachs als Rahmen für die Szene verstärkt den Eindruck einer Abgeschiedenheit und eines eingeschränkten Raumes, der die Figuren in ihrer sündhaften Handlung gefangen hält.
Die Darstellung legt nahe, dass die Szene eine moralische Warnung darstellt. Die übermäßige Hingabe an sinnliche Freuden wird hier nicht als unschuldiges Vergnügen, sondern als eine Falle dargestellt, die zu Verderbnis und möglicherweise zu Leid führen kann. Die verschiedenen Figuren und ihre Handlungen symbolisieren unterschiedliche Aspekte der Wollust und ihre potenziellen Konsequenzen. Die junge Frau, die bedrängt wird, könnte für die Unschuld stehen, die durch die Lust gefährdet wird, während der Mann in gelber Kleidung für den Übermut und die Selbstüberschätzung steht, die oft mit der Wollust einhergehen.