the fourth of july 1916 Childe Frederick Hassam (1859-1935)
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Childe Frederick Hassam – the fourth of july 1916
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Der Himmel, angedeutet durch weiche Pinselstriche in Blau und Weiß, wirkt fast als Kontrast zur Intensität der farblichen und formalen Wiederholung der Flaggen. Er lässt auf einen sonnigen Tag schließen, doch die Wolkenformationen wirken düster und tragen eine gewisse Spannung in die Szene ein.
Am unteren Bildrand ist eine Menschenmenge zu erkennen, die sich in Richtung der Tiefe der Straße bewegt. Ihre Gestalten sind nur schematisch angedeutet, fast verschwommen, was sie zu einem diffusen Hintergrund der Feierlichkeiten macht. Ein Wagen, vermutlich eine Kutsche oder ein frühes Automobil, ist ebenfalls angedeutet und verstärkt den Eindruck einer festlichen Prozession.
Die Malweise ist impressionistisch geprägt. Die Pinselstriche sind locker und schnell gesetzt, wodurch eine Atmosphäre von Bewegung und Lebendigkeit entsteht. Die Farbgebung ist kräftig und leuchtend, wobei Rot, Weiß und Blau – die Farben der amerikanischen Flagge – in den Vordergrund treten.
Subtextuell könnte das Werk die Euphorie und den Nationalismus in den Vereinigten Staaten während des Ersten Weltkriegs widerspiegeln. Die übermäßige Verwendung der Flaggen lässt auf eine Inszenierung und einen öffentlichen Akt der Solidarität schließen, möglicherweise im Hinblick auf die Kriegsanstrengungen. Gleichzeitig kann die schematische Darstellung der Menschenmenge und die dunklen Wolken im Himmel eine gewisse Ambivalenz andeuten – eine versteckte Anspannung oder sogar eine Vorahnung der kommenden Ereignisse. Die Komposition, in der die Flaggen die Architektur und die Menschen fast vollständig überdecken, suggeriert eine Unterordnung des Individuums unter das kollektive nationale Gefühl. Der Betrachter wird somit in eine Atmosphäre der öffentlichen Zurschaustellung und des Gemeinschaftsgefühls hineingezogen, die jedoch gleichzeitig auch eine gewisse Künstlichkeit und vielleicht sogar eine Verklärung der Realität vermuten lässt.