art 075 National Museum of Women in the Arts
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National Museum of Women in the Arts – art 075
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Hier sehen wir eine allgegenwärtige Fragmentierung: Wände, Decke und Boden sind in unzählige kleine, unterschiedlich geformte Flächen zerlegt. Diese Flächen variieren leicht im Farbton, bewegen sich aber primär innerhalb einer warmen, bräunlich-ockerfarbenen Palette. Die Linienführung ist hektisch, fast aggressiv; sie kreuzen sich, überlagern sich und erzeugen ein Gefühl von Unruhe und Zerrissenheit. Es entsteht der Eindruck eines instabilen, desintegrierenden Raumes.
Die Komposition wirkt wie eine Auflösung traditioneller räumlicher Ordnung. Die Perspektive ist nicht eindeutig; die parallelen Linien verschwimmen in der Ferne, was das Gefühl einer unendlichen, klaustrophobischen Tiefe verstärkt. Es scheint, als ob der Raum selbst auseinanderbricht oder sich in tausend Teile zersplittert.
Ein möglicher Subtext könnte eine Auseinandersetzung mit dem Wahrnehmungsprozess sein. Die Malerei stellt die Frage nach der Stabilität unserer räumlichen Orientierung und hinterfragt unsere Fähigkeit, einen kohärenten Sinn aus fragmentierten Eindrücken zu gewinnen. Die monotone Farbgebung verstärkt das Gefühl von Enge und Beklemmung, während die dynamische Linienführung eine innere Unruhe oder gar Panik andeutet.
Es könnte sich auch um eine metaphorische Darstellung einer inneren Zerrissenheit handeln – ein Ausdruck von Angst, Verunsicherung oder dem Verlust der Kontrolle. Der Raum wird zum Spiegelbild eines fragmentierten Selbst, dessen Teile nicht mehr zusammenpassen. Die fehlende klare Struktur und die Auflösung des Raumes lassen den Betrachter im Ungewissen zurück, was er hier eigentlich sieht und welche Bedeutung ihm zugrunde liegt.