Self-portrait Karl Pavlovich Bryullov (1799-1852)
Karl Pavlovich Bryullov – Self-portrait
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Maler: Karl Pavlovich Bryullov
Ort: The State Tretyakov Gallery, Moscow (Государственная Третьяковская галерея).
Karl Bryullov war zweifelsohne ein begabter, aber sehr einsamer Künstler, der auch seine Krankheit allein ertrug. Sieben Monate lang verließ der über fünfzigjährige Künstler auf Anraten der Ärzte sein Bett nicht, niemand durfte ihn besuchen und er war ganz allein in seiner leeren Wohnung. Und dann, an einem sonnigen Maitag im Jahr 1848, als draußen vor dem Fenster schon längst alles blühte und eine warme Brise wehte, verging die Krankheit endlich.
Beschreibung des Gemäldes Selbstporträt von Karl Bryullov
Karl Bryullov war zweifelsohne ein begabter, aber sehr einsamer Künstler, der auch seine Krankheit allein ertrug. Sieben Monate lang verließ der über fünfzigjährige Künstler auf Anraten der Ärzte sein Bett nicht, niemand durfte ihn besuchen und er war ganz allein in seiner leeren Wohnung.
Und dann, an einem sonnigen Maitag im Jahr 1848, als draußen vor dem Fenster schon längst alles blühte und eine warme Brise wehte, verging die Krankheit endlich. Das erste, was der Künstler von dem Arzt, der nach ihm sah, verlangte, waren eine Staffelei und Farben, mit denen er in rasantem Tempo ein Porträt zu zeichnen begann, sein eigenes Porträt, das er nach zeitgenössischen Berichten in nur zwei Stunden malte.
In diesem Bildnis zeigt sich die ganze Kraft und Begabung des Künstlers, die lange Zeit durch eine lange Krankheit verborgen war, gerade in diesem Gemälde. Der Künstler hat sich selbst in sitzender Position dargestellt, wobei seine rechte Hand kraftlos auf einem Sofa aus rotem Stoff ruht. Rot ist hier keine zufällige Farbe, denn abgesehen davon, dass es die Lieblingsfarbe des Künstlers ist, soll sie in diesem Gemälde einen Kontrast zwischen dem geschwächten und alternden Künstler und den leuchtenden Farben des Lebens, das er so sehr liebte, schaffen.
Das blasse Gesicht, die angespannten Augenlider, die dünnen, ausgemergelten Fingerspitzen - all das sind Merkmale von Brulov in dieser Zeit. Das schwarze Hemd zeigt auch, wie müde der Mann auf dem Stuhl ist, müde zu kämpfen, müde zu leben, aber hartnäckig weiter danach strebt, sein Talent zu bewahren, um den Menschen weitere schöne Werke zu schenken. Traurige, intelligente und verständnisvolle Augen blicken aus dem Porträt heraus, als ob sie sich von ihrem Betrachter und der ganzen Welt, die in der Vergangenheit vorbeizieht, verabschieden würden.
So sah sich der Künstler, der ein halbes Jahrhundert in der Welt gelebt hatte, und so sieht ihn der Betrachter zwei Jahrhunderte später. Mit diesem Porträt schließt er sein Leben ab, das er mit einer Kerze vergleicht, die 1952 erloschen ist.
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BEMERKUNGEN: 1 Ответы
Grandiös!!!
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Die Darstellung konzentriert sich voll und ganz auf das Gesicht des Mannes. Es ist ein Gesicht voller Charakter, geprägt von einem dichten, braun-grauen Haarwuchs und einem markanten Bart. Die Augen wirken aufmerksam, fast durchdringend, doch gleichzeitig auch von einer gewissen Müdigkeit oder Nachdenklichkeit gezeichnet. Die Gesichtszüge sind nicht idealisiert, sondern zeigen die Spuren des Lebens, die Zeit und die Erfahrung.
Der dunkle Stoff seines Gewandes, vermutlich eine Art Jacke oder Mantel, bildet einen deutlichen Kontrast zum hellen Gesicht und dem warmen Rot des Sessels. Ein blasses, fast hautfarbenes Ärmelende und die Hand, die lässig auf der Armlehne ruht, lenken den Blick und verleihen dem Gesamtbild eine gewisse Ruhe und Entspannung.
Die Farbgebung ist warm und reichhaltig. Das Rot des Sessels strahlt eine gewisse Sinnlichkeit und Intimität aus, während das Goldgelb im Hintergrund eine Atmosphäre von Wärme und Wohlstand schafft. Der dunkle Hintergrund und die dunklen Farbtöne der Kleidung verstärken den Fokus auf das Gesicht des Mannes und verleihen dem Bild eine gewisse Dramatik.
Neben der bloßen Darstellung der äußeren Erscheinung scheint das Werk auch eine subtile Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und dem Künstlerdasein anzudeuten. Die selbstbewusste Pose, der intensive Blick und die Darstellung der eigenen Persönlichkeit deuten auf einen Mann hin, der sich seiner selbst bewusst ist und seine Rolle als Künstler annimmt. Die entspannte Körperhaltung könnte aber auch ein Zeichen von Erschöpfung oder des Innehaltens nach intensiver Tätigkeit sein. Der goldene Kreis im Hintergrund könnte als Symbol für die Inspiration oder das Schaffen interpretiert werden, das den Künstler umgibt. Insgesamt vermittelt das Selbstbildnis ein Gefühl von Selbstbegegnung, Reflexion und innerer Stärke.