Ecstasy of St. Teresa, by Sebastiano Ricci, 1725 Sebastiano Ricci (1659-1734)
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Sebastiano Ricci – Ecstasy of St. Teresa, by Sebastiano Ricci, 1725
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Über ihr erhebt sich eine Wolke, aus der mehrere Engel herabsteigen. Einer von ihnen, deutlich hervorgehoben durch seine leuchtend blaue Robe und die goldenen Haare, hält einen Speer oder Dornenkrone in seiner Hand, die er der Frau entgegenstreckt. Die anderen Engel scheinen Zeugen dieser Begegnung zu sein, einige blicken erwartungsvoll hinab, andere wirken überrascht oder sogar amüsiert. Ihre Körper sind in dynamischen Posen angeordnet, was dem Bild eine zusätzliche Bewegung verleiht.
Der Hintergrund ist dunkel gehalten und besteht hauptsächlich aus Wolkenformationen und fragmentarischen architektonischen Elementen, die an eine Kirche oder Kapelle erinnern könnten. Am unteren Rand der Darstellung befindet sich ein offenes Buch und weitere Figuren, die in Gebetshaltung dargestellt sind. Diese Elemente verstärken den religiösen Kontext des Werkes.
Die Komposition ist stark von Barockästhetik geprägt: Dramatik, Bewegung, Licht- und Schattenkontraste spielen eine zentrale Rolle. Die überbordende Theatralik der Szene deutet auf einen Zustand höchster spiritueller Erfahrung hin – möglicherweise eine mystische Vereinigung mit dem Göttlichen. Der Speer oder die Dornenkrone in der Hand des Engels könnte als Symbol für Leiden und Erlösung interpretiert werden, während das Buch Wissen und göttliche Offenbarung repräsentiert.
Neben der offensichtlichen religiösen Bedeutung lassen sich auch subtile subtextuelle Ebenen erkennen. Die Darstellung der Frau, die in einer scheinbar passiven Rolle dargestellt wird, könnte als Ausdruck von Weiblichkeit und Unterwerfung unter eine höhere Macht gelesen werden. Gleichzeitig birgt ihre intensive emotionale Reaktion auch einen Hauch von Erotik, der durch die dynamische Inszenierung und die sinnliche Darstellung der Körper verstärkt wird. Die Ambivalenz dieser Elemente verleiht dem Werk eine zusätzliche Tiefe und Komplexität. Es ist ein Bild, das sowohl religiöse Hingabe als auch menschliche Leidenschaft thematisiert und den Betrachter dazu anregt, über die Grenzen des Glaubens und der Erfahrung nachzudenken.