The Death of Cleopatra Sebastiano Ricci (1659-1734)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Sebastiano Ricci – The Death of Cleopatra
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Um ihre Hand windet sich eine Schlange, deren Kopf sich auf ihre Handfläche zubewegt. Die Schlange ist hier offensichtlich das Instrument des Todes, das Mittel zur Selbstbefreiung, die vermeintliche Kontrolle über das eigene Ende. Die Darstellung der Schlange ist naturalistisch, fast schon sinnlich, und steht im Kontrast zum blassen Teint der Frau.
Die Farbgebung ist von warmen, erdigen Tönen geprägt, die durch das dunkle, fast schwarze Hintergrundfeld verstärkt werden. Der blaue Stoff, auf dem die Frau liegt, wirkt als Farbakzent und lenkt den Blick auf ihre Gestalt. Die gelben Stoffbahnen, die ihre Schultern bedecken, verleihen der Komposition eine zusätzliche Dimension der Opulenz und des Dramatischen.
Die Szene scheint in einer inneren Welt angesiedelt zu sein, eine intime Darstellung des Abschieds. Es mangelt an äußeren Handlungselementen oder Zeugen des Geschehens. Dies lenkt die Aufmerksamkeit voll und ganz auf die innere Erfahrung der Frau, auf ihre Akzeptanz des Unvermeidlichen und auf die Tragik ihrer Situation.
Neben der Darstellung des Todes durch die Schlange lassen sich weitere Subtexte erkennen. Es liegt eine gewisse Schönheit in der Darstellung der sterbenden Frau, eine Ästhetisierung des Todes, die im Barock üblich war. Die Darstellung der weiblichen Nacktheit kann als Symbol für Verletzlichkeit und Verlust von Macht interpretiert werden. Gleichzeitig scheint die Frau in diesem Moment eine gewisse Kontrolle zurückzugewinnen, indem sie ihr eigenes Ende wählt. Die Komposition suggeriert also eine Mischung aus Tragik, Schönheit und einem Hauch von Selbstbestimmung.