Faraway Thoughts Edwin Harris (1855-1906)
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Edwin Harris – Faraway Thoughts
Ort: Private Collection
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Die Komposition ist durchdacht aufgebaut. Links im Bild befindet sich ein Korbflechtstuhl, in dem ein schlafendes Kind liegt, bedeckt mit einer Decke. Diese Anwesenheit suggeriert eine mütterliche Rolle für die Frau, verstärkt aber gleichzeitig den Eindruck von Melancholie und Abwesenz. Sie scheint innerlich gespalten zwischen ihrer Verantwortung für das Kind und einem unbestimmten Verlangen nach etwas anderem.
Das Licht spielt eine zentrale Rolle in der Inszenierung. Es fällt durch das Fenster und beleuchtet die Frau, wodurch ihre Gesichtszüge und ihr Körperbau hervorgehoben werden. Der Rest des Raumes bleibt im Schatten, was eine Atmosphäre von Geheimnis und Isolation erzeugt. Die Farbpalette ist gedämpft, dominiert von Braun-, Grau- und Rottönen, was zur melancholischen Stimmung beiträgt.
Die Details sind bezeichnend: die einfachen Möbel, das schlichte Interieur deuten auf einen bescheidenen Lebensstil hin. Auf dem Fensterbrett liegen einige Stoffstücke mit roten Akzenten, möglicherweise zum Nähen oder Reparieren bestimmt – eine Anspielung auf die alltäglichen Pflichten und Verantwortlichkeiten der Frau.
Subtextuell könnte das Bild als Reflexion über die Rolle der Frau im späten 19. Jahrhundert interpretiert werden: die Vereinbarkeit von Mutterschaft und persönlichen Wünschen, die Sehnsucht nach Freiheit und Selbstverwirklichung in einer Gesellschaft, die oft wenig Raum für diese Bedürfnisse bot. Die Abwesenheit des Ehemannes oder anderer Familienmitglieder verstärkt den Eindruck der Isolation und unterstreicht die innere Zerrissenheit der Frau. Es ist ein Bild von stiller Kontemplation, das eine tiefe menschliche Erfahrung einfängt – die Sehnsucht nach etwas mehr als dem, was unmittelbar gegeben ist.