Soldati francesi del59 (1859) Collezione Privata Giovanni Fattori (1825-1908)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Giovanni Fattori – Soldati francesi del59 (1859) Collezione Privata
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Der Blick des Betrachters wird sofort auf die Körperhaltung der Männer gelenkt. Sie wirken erschöpft, fast resigniert. Die Haltung ist gebeugt, die Schritte langsam und schwerfällig. Es fehlt jegliche Dynamik oder Ausdruck von Kampfgeist; stattdessen überwiegt ein Gefühl der Müdigkeit und des Abgesondertseins.
Die Landschaft im Hintergrund ist kaum mehr als eine Andeutung, eine diffuse Fläche in blassen Farbtönen. Dies verstärkt den Eindruck, dass die Soldaten isoliert sind, sowohl physisch als auch emotional. Die fehlende Detailtreue lässt den Raum unbestimmt erscheinen und trägt zur allgemeinen Atmosphäre der Melancholie bei.
Die Darstellung ist nicht heroisch oder pathetisch; vielmehr scheint sie eine nüchterne Momentaufnahme des militärischen Alltags zu zeigen – die Routine, die Last, die Entbehrungen. Es liegt ein subtiler Kommentar vor, der sich gegen die romantische Verklärung des Krieges richtet und stattdessen die menschliche Seite des Soldaten in den Vordergrund stellt. Die Abwesenheit von jeglicher dramatischer Inszenierung oder heroischen Posen deutet auf eine kritische Distanz zum Thema Krieg hin. Die Szene wirkt wie ein Fragment, ein stiller Augenblick inmitten einer größeren, unbekannten Geschichte. Der Künstler hat hier nicht den Triumph des Militärs dargestellt, sondern die Last und die Müdigkeit der Männer, die ihm dienen.