Soldiers at Cards Simon Kick (1603-1652)
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Simon Kick – Soldiers at Cards
Ort: Private Collection
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Die Komposition wirkt spontan und ungekünstelt. Die Soldaten sind nicht starr oder posiert dargestellt, sondern wirken wie aus dem Leben gegriffen – ihre Gesten, Blicke und Körperhaltungen vermitteln ein Gefühl von Konzentration, Anspannung und sogar Belustigung. Der Mann in der Mitte, mit dem hohen Hut, scheint gerade eine Karte erhalten zu haben; sein Blick ist auf die Karten gerichtet, während er gleichzeitig die Reaktion seiner Mitspieler beobachtet. Ein anderer Soldat, links im Bild sitzend, wirkt frustriert oder besorgt, seine Hände umklammern die Karten. Die unterschiedlichen Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen tragen zur Dynamik der Szene bei und lassen auf ein angespanntes Spiel schließen.
Die Kleidung der Männer deutet auf ihre militärische Zugehörigkeit hin, auch wenn sie abgenutzt und schlicht wirkt. Die grobe Holztruhe, die als Tisch dient, sowie die einfache Keramikkanne im Vordergrund unterstreichen den bescheidenen Lebensstandard dieser Soldaten. Der Raum selbst ist karg und unvollständig; sichtbare Balken und eine offene Wand lassen auf einen provisorischen Unterstand schließen.
Die Darstellung der Männer in ihrer alltäglichen Umgebung, fernab von heroischen Schlachten oder glorreichen Siegen, deutet auf eine kritische Auseinandersetzung mit dem Krieg allzumal hin. Es wird nicht die Heldentat gefeiert, sondern das monotone, oft trostlose Leben des einfachen Soldaten im Feldlager. Das Kartenspiel selbst kann als Metapher für das Glücksspiel des Krieges interpretiert werden – ein Spiel, bei dem viel auf dem Spiel steht und dessen Ausgang ungewiss ist. Die Dunkelheit der Szene verstärkt den Eindruck von Isolation und Hoffnungslosigkeit. Es entsteht eine Atmosphäre der Melancholie und des stillen Leids, die weit über das bloße Abbild eines Kartenspiels hinausgeht.