Moreau (4) Gustave Moreau (1826-1898)
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Gustave Moreau – Moreau (4)
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Hinter der menschlichen Figur erhebt sich das zentrale Motiv: ein geflügeltes Pferd, dessen massive Gestalt den Himmel dominiert. Die Flügel sind breit ausgebreitet, doch wirken sie fast schwerfällig, was eine gewisse Ambivalenz in die Darstellung bringt – Stärke und Verletzlichkeit scheinen miteinander verschmolzen zu sein. Das Tier trägt einen prunkvollen Halsreif, der seine Bedeutung unterstreicht.
Der Hintergrund ist von einer düsteren Landschaft geprägt, mit steilen Felswänden und einem trüben Himmel. Ein einzelner Stern leuchtet hell über dem geflügelten Pferd, ein Hoffnungsschimmer in der ansonsten bedrohlichen Atmosphäre. Die Farbgebung ist gedämpft, dominiert von Braun-, Grau- und Ockertönen, was die Szene zusätzlich verdunkelt und eine Stimmung der Schwere erzeugt.
Die Komposition wirkt sorgfältig inszeniert; die Figuren sind so angeordnet, dass ein Dialog zwischen Mensch und Tier entsteht. Es scheint, als ob die menschliche Gestalt in einer Art Kontemplation mit dem geflügelten Pferd verbunden ist – vielleicht eine Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit angesichts einer übermächtigen, mythologischen Kraft.
Subtextuell könnte das Werk von Themen wie Verlust, Verzweiflung, aber auch der Suche nach Erlösung oder spiritueller Erneuerung handeln. Der Stab und die zerbrochenen Gefäße könnten für den Fall eines Königreichs oder einer Ideologie stehen, während das geflügelte Pferd als Symbol für eine höhere Macht oder ein unerreichbares Ideal interpretiert werden kann. Die düstere Landschaft verstärkt den Eindruck von Isolation und Verlassenheit, doch der leuchtende Stern lässt die Möglichkeit einer Hoffnungsschimmer offen. Insgesamt erzeugt die Malerei einen komplexen und vielschichtigen Eindruck, der zum Nachdenken anregt.