img842 Odilon Redon (1840-1916)
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Odilon Redon – img842
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Die Gesichtszüge sind von einer gewissen Schwere geprägt; die Augen wirken aufmerksam, fast durchdringend, während der Mund zu einem schmalen, kaum erkennbaren Zug verengt ist. Die Textur des Gesichts wird durch eine dichte Schraffur erzeugt, die dem Bild eine raue, fast greifbare Qualität verleiht. Diese Technik betont die Falten und Unebenheiten, was einen Eindruck von Alter oder vielleicht auch von innerer Anspannung vermittelt.
Besonders auffällig ist das Element, das den Kopf teilweise verdeckt – ein rechteckiges Objekt, vermutlich ein Spiegel oder eine Wandfläche. Es wirkt wie eine Barriere zwischen dem Dargestellten und der Außenwelt, gleichzeitig aber auch als Reflexion des Selbst. Die Hand, die dieses Objekt hält, ist grob gezeichnet und scheint sich krampfhaft festzuhalten.
Die Farbgebung ist reduziert auf einen monochromen Tonbereich, was die Dramatik verstärkt und den Fokus auf die formale Struktur lenkt. Der dunkle Hintergrund lässt das Gesicht noch stärker hervortreten und erzeugt eine Atmosphäre der Isolation.
Subtextuell könnte das Bild als Auseinandersetzung mit Identität und Selbstwahrnehmung interpretiert werden. Die Verdeckung des Gesichts durch den Spiegel deutet auf eine Suche nach dem eigenen Ich hin, während die angespannte Haltung des Dargestellten möglicherweise innere Konflikte oder Unsicherheiten symbolisiert. Es entsteht ein Eindruck von Distanzierung, aber auch von einer gewissen Verletzlichkeit, die sich hinter der Fassade verbirgt. Die Komposition suggeriert eine Reflexion über das Sehen und Angesehenwerden, über die Konstruktion des Selbstbildes und die Grenzen der Selbsterkenntnis.