The Port of Rouen 2. (1883) Camille Pissarro (1830-1903)
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Camille Pissarro – The Port of Rouen 2. (1883)
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Der Fluss wird gesäumt von einer dicht bebauten Uferlinie. Zahlreiche Gebäude unterschiedlicher Größe und Form drängen sich aneinander, darunter Wohnhäuser, Fabriken und Lagerhallen. Aus Schornsteinen steigen Rauchschwaden auf, was auf eine intensive industrielle Tätigkeit hindeutet. Im Hintergrund spannt sich eine Brücke über den Fluss, die das Ufer auf der anderen Seite miteinander verbindet.
Im Vordergrund liegt ein Ponton oder eine schwimmende Plattform, auf der Arbeiter beschäftigt sind. Sie scheinen Material zu verladen oder Reparaturen durchzuführen. Die Figuren sind nur angedeutet, ihre Bewegungen und Tätigkeiten werden durch kurze, schnelle Pinselstriche wiedergegeben.
Die Komposition ist von einer gewissen Unruhe geprägt. Die zahlreichen Elemente – Gebäude, Schiffe, Arbeiter, Rauchschwaden – scheinen in einem dynamischen Zusammenspiel zu stehen. Der Fluss selbst wirkt nicht als statische Kulisse, sondern als aktiver Bestandteil der Szene, dessen Bewegung durch die wellenartige Oberfläche und die Reflexionen angedeutet wird.
Subtextuell scheint das Werk eine Auseinandersetzung mit dem Fortschritt und den Veränderungen des 19. Jahrhunderts zu beinhalten. Der Hafen ist ein Ort der Arbeit, des Handels und der industriellen Produktion – ein Symbol für den Wandel, der die Gesellschaft dieser Zeit prägte. Gleichzeitig wird aber auch eine gewisse Melancholie oder Distanzierung spürbar. Die gedämpfte Farbgebung und die unscharfen Konturen lassen auf einen Blick zurückblicken, vielleicht auf das Verschwinden einer alten Welt angesichts des industriellen Aufstiegs. Der Künstler scheint weniger an der detaillierten Darstellung der einzelnen Objekte interessiert zu sein als vielmehr an der Erfassung von Atmosphäre und Stimmung – an dem Gefühl eines Ortes im Wandel.