#17514 Miriam Schapiro
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Miriam Schapiro – #17514
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Rechts davon erheben sich vertikale Linien in einem dunklen, beinahe schwarzen Hintergrund. Diese Linien sind nicht scharf definiert, sondern wirken eher als Andeutungen, als wenn sie aus dem Dunkel hervortreten und wieder darin versinken. Zwischen diesen vertikalen Elementen finden sich Farbflächen, die eine gewisse Spannung erzeugen. Ein leuchtendes Rotbunt wirkt wie ein Signal oder eine Warnung, während darunterliegende Bereiche in gedämpften Blautönen und Ocker eine melancholische Stimmung vermitteln.
Die Farbaufträge sind nicht gleichmäßig; man erkennt Pinselstriche, die Bewegung und Dynamik suggerieren. Besonders auffällig ist der Bereich im oberen rechten Bildteil, wo sich schemenhafte Strukturen andeuten – fast wie fragmentierte architektonische Elemente oder abstrakte Porträts. Diese Andeutungen sind jedoch nicht eindeutig lesbar, sondern lassen Raum für Interpretationen.
Die Komposition wirkt wie eine Auseinandersetzung zwischen zwei Polen: der warmen, diffusen Fläche links und den vertikalen, dunklen Elementen rechts. Diese Gegenüberstellung könnte als Metapher für die Spannung zwischen Erinnerung und Vergessen, zwischen Licht und Schatten oder zwischen Ordnung und Chaos interpretiert werden. Die Farbgebung verstärkt diese Dualität; das warme Braun steht im Kontrast zu den kühlen Blautönen und dem intensiven Rot.
Es entsteht ein Eindruck von Tiefe und Räumlichkeit, obwohl die Malerei abstrakt ist. Die vertikalen Linien wirken wie Fenster oder Durchgänge, die in unbekannte Welten führen. Die schemenhaften Strukturen im oberen Bildteil lassen erahnen, dass sich hinter der Oberfläche noch weitere Schichten verborgen sind. Insgesamt vermittelt das Werk eine subtile Melancholie und eine tiefe Reflexion über die Natur von Erinnerung und Wahrnehmung.