Делакруа, Эжен (1798 Шарантон-Сен-Морис - 1863 Париж) – Король Франции Иоанн II Добрый в битве при Пуатье 19 сентября 1356 года Part 6 Louvre
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Der Sohn des Königs, der junge Philipp, schreit zu seinem Vater: „Vater, Gefahr links! Gefahr rechts! “ Dieser Moment wird ausführlich von Maurice Druon in dem Roman Die Verdammten Könige beschrieben, als eine große französische Armee (hauptsächlich Ritter) eine schmerzliche Niederlage gegen ein kleines englisches Truppenkontingent erlitt (bei dem Bogenschützen eine entscheidende Rolle spielten). Das Gemälde zeigt den Moment, in dem König Johann, gedemütigt und besiegt, von Engländern umzingelt wird und gefangen genommen wird. Dieser Moment ist jedoch nur schwach auf dem Gemälde dargestellt: Tatsächlich bedeckten Berge französischer Leichen das gesamte Feld, Pfeile ragten überall wie eine unernte Pappel hervor, und der König wurde an seinem Kragen von einer Menge Engländer hin – und hergezogen, die um sein Lösegeld stritten. Ein französischer Ritter (Morbeck), der im englischen Dienst stand (von enormer Größe und Stärke), zwängte sich durch die Menge und stellte sich vor: „Ich bin…“, nahm Johann gefangen.
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Zentral steht eine Reiterfigur, die sich von der umliegenden Massen abhebt. Ihre Haltung vermittelt eine gewisse Würde, doch gleichzeitig ist sie von der allgemeinen Verzweiflung umgeben. Der Körperbau der Reiterfigur, zusammen mit der prächtigen Rüstung und dem feinen Gewand, deutet auf einen Mann von hohem Rang hin, der jedoch inmitten des Kampfes verwundbar wirkt.
Um diese zentrale Figur herum tobt ein handfester Kampf. Die Figuren sind dicht gedrängt, ihre Körper in dynamischen Posen dargestellt, die Bewegung und Gewalt vermitteln. Viele liegen am Boden, entweder verletzt oder bereits tot, was die Brutalität der Auseinandersetzung unterstreicht. Die Farbpalette ist von dunklen Tönen – Braun, Grau, Rot – geprägt, die die Ernsthaftigkeit und den blutigen Charakter der Schlacht widerspiegeln. Helle Farbtupfer, wie die Farben der Banner, brechen diese düstere Stimmung und lenken den Blick auf die kämpfenden Parteien.
Die Komposition ist dynamisch und unruhig. Die diagonale Anordnung der Figuren und der Waffen erzeugt ein Gefühl von Bewegung und Chaos. Die Verwendung von Licht und Schatten verstärkt diesen Effekt und betont die dramatische Natur der Szene. Die Darstellung ist keine Glorifizierung des Krieges, sondern eine schonungslose Schilderung seiner Schrecken und der menschlichen Leiden, die er verursacht. Der Fokus liegt weniger auf dem Heldenmut als vielmehr auf dem Chaos und der Zerstörung, die durch den Kampf ausgelöst werden. Es scheint, als ob die Darstellung eine Reflexion über die Vergeblichkeit des Krieges und die Verletzlichkeit des menschlichen Lebens sein soll.