In the birch grove. 1880 Isaac Ilyich Levitan (1860-1900)
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Isaac Ilyich Levitan – In the birch grove. 1880
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BEMERKUNGEN: 1 Ответы
ZWISCHEN DEN BÄUMEN
1
Zwischen den Bäumen ist Raum,
in Fetzen leuchtet Blau.
Der Sommerpracht der Bäume
wird vom Herbst bemalt, wie er kann.
Doch die Luft – sie ist von Stämmen durchzogen,
als ob man ihre klare Einheit sehen könnte.
Sie ist grandios, mächtig, so dass wir
die Welt nicht unbesorgt betrachten sollten.
2
Das Zwischen den Bäumen ist so:
zerrissen, nichts Besonderes –
von Birken durchbrochen, wie sehr?
Ich weiß es nicht.
Ich wachse langsam heran,
mit Jahren voller Gedanken in die Ferne.
3
Die Luft ist in Würfel geschnitten –
die Linde lässt es nicht zu. Offensichtlich.
Die Luft zwischen den Bäumen lockt wieder,
und es ist schrecklich peinlich,
dass man die Besonderheit
nicht mit einem Wort erfassen kann. Trotzdem
wirst du auch ohne Gedichte weiterbestehen,
als Tatsache des Tages, du Idiot, der stört.
4
Die Luft ist weißlich-blau –
blauweiß. Bist du froh? Nicht froh? –
Dieser Luftraum zwischen den Bäumen
muss dich kaum zum Nachdenken anregen.
Du bist es, der alles kompliziert,
was man Leben nennt. Ja. Aber
ich sehe das Zwischen den Bäumen so besonders,
auch wenn ich in Wirklichkeit niemand bin –
ich werde weitersehen, denke ich, bis zum Grab
die Welt auf meine Weise…
5
Der Hof hinter dem Krankenhaus ist leer – weißlich,
ausgebranntes Staub in der Sonne.
Ein gereifter Held wartet auf seine Frau,
und im Kopf wirbeln Schichten von Erinnerungen.
Er wartet auf seine Frau, und sein Blick ruht
auf einer Gruppe von Bäumen – nicht hoch.
Und der Raum zwischen ihnen reißt,
und ihre Fetzen sind klein.
Nimm diesen Fetzen, oder vielleicht dieser,
gedanklich – vielleicht passen sie doch
zusammen, um ein Band zu bilden,
das an (flüchtige) Tage erinnern wird.
Das Zwischen den Bäumen ist ein seltsamer Raum.
Drei Kiefern, in ihnen habe ich mich verirrt.
In dieses Geheimnis kann man nicht eindringen,
es bleibt nur noch der Nebel des Daseins.
Ich stehe hier und warte auf meine Frau, und sehe
das Zwischen den Bäumen, zerrissene Fetzen.
Aber sie haben mir eine Visum ausgestellt
für ein Reich namens Gedichte.
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Der Blick wird in die Tiefe der Allee gelenkt, obwohl diese aufgrund der Baumdichte nicht vollständig erfassbar ist. Die Komposition wirkt fast zufällig, doch eine gewisse Ordnung scheint sich in der vertikalen Anordnung der Bäume und der horizontalen Ausdehnung des Unterholzes zu manifestieren. Die Farbgebung ist überwiegend kühl, dominiert von Grüntönen und Weiß, wobei die Dunkelheit des Hintergrunds die Helligkeit der Birkenstämme noch stärker betont.
Das Werk suggeriert ein Gefühl von stiller Kontemplation und Intimität. Es ist nicht eine spektakuläre Landschaftsdarstellung, sondern eher eine impressionistische Momentaufnahme einer verborgenen, friedlichen Umgebung. Der Betrachter wird in eine Welt des Schattens und des Lichts, des Grünes und des Weißes eingeführt und wird dazu angeregt, die Schönheit des Alltäglichen zu erkennen.
Die diffuse Beleuchtung und die fast verschwommene Darstellung der Details lassen die Szene wie einen flüchtigen Augenblick erscheinen, eingefangen in einem Zustand des Wandels. Hier wird nicht die formale Präzision betont, sondern vielmehr die Atmosphäre, die von diesem spezifischen Ort ausgeht. Der Eindruck entsteht, als ob der Betrachter Zeuge eines stillen, ungestörten Augenblicks in der Natur geworden ist.