Portrait of a Lady Gustav Klimt (1862-1918)
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Gustav Klimt – Portrait of a Lady
Ort: Private Collection
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BEMERKUNGEN: 1 Ответы
Porträt einer Frau. Gemälde von Gustav Klimt
Boris Hanin
Sie hat zarte Lippen.
Augen, die lieben können.
In ihrem Mund blitzen weiße Zähne.
Man kann ihre Anmut spüren.
Auf ihrer hohen Stirn sind Augenbrauen zu sehen,
die die Form schwarzer Bögen haben.
Ihre Augen sind groß, ihre Nase ist fein,
ihre Frisur bildet einen üppigen Halbkreis,
der ihr Gesicht wie ein schwarzes Heiligenschein umrahmt.
Die ovale Form ihres Gesichts zieht einen an.
Eine schwarze Schleife trennt die Bluse von dem Bild,
das so fesselt.
Die Fülle an Falten auf der Bluse
erweckt dieses Porträt nur zum Leben,
ohne dabei die Rätsel zu lüften,
deren Antworten es nicht gibt.
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Ihr Gesicht wirkt melancholisch, fast traurig. Der Blick ist ernst, weder herausfordernd noch demütig, sondern eher nach innen gerichtet. Die Augen sind dunkel, fast leer, und strahlen eine gewisse Verletzlichkeit aus. Die Lippen sind leicht geöffnet, als ob sie kurz davor wäre, etwas zu sagen, oder als ob sie innerlich beschäftigt wäre.
Das dunkle, üppige Haar ist locker drapiert und rahmt ihr Gesicht. Es wirkt fast ungebändigt, was einen Kontrast zu der ansonsten sorgfältigen Darstellung bildet. Um den Hals trägt sie eine Art Rüschenkragen, der ebenfalls in dunklen Tönen gehalten ist und die feinen Züge ihres Halses betont.
Die Malweise ist bemerkenswert. Es sind deutliche Pinselstriche sichtbar, die dem Bild eine gewisse Rauheit und Spontaneität verleihen. Die Farbwahl ist zurückhaltend, dominiert von Braun-, Grau- und Beigetönen. Die Lichtführung ist subtil; das Gesicht wird indirekt beleuchtet, wodurch bestimmte Züge hervorgehoben werden, während andere in Schatten liegen.
Man könnte den Eindruck gewinnen, dass hier nicht nur ein äußeres Abbild einer Frau dargestellt wird, sondern vielmehr ein Versuch, ihre innere Gefühlswelt einzufangen. Die Dargestellte wirkt verloren in ihren Gedanken, und der Betrachter wird in dieses Moment der Kontemplation einbezogen. Es entsteht eine Atmosphäre der Stille und des Nachdenkens, die über das rein Repräsentative hinausgeht und eine Ahnung von psychischer Komplexität vermittelt. Die Komposition, die auf die Nähe des Gesichts reduziert ist, verstärkt diesen intimen Charakter des Werks.