DANTE AND VIRGIL AT THE GATES OF HELL William Blake
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William Blake – DANTE AND VIRGIL AT THE GATES OF HELL
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GEOLOGISCHES GEDICHT
Känozoikum, Mesozoikum, Paläozoikum... Schichten der Zeit, geologische Architektonik des Sinns... Eine Symphonie von Sinnbildern, die dem Verstand unzugänglich ist, der auf eine Handvoll Jahre berechnet ist... Die Geologie bestimmt das Leben durch Erdplatten, Verschiebungen und Bruchlinien... Echsen, die furchterregend über die Erde herrschen, Echsen – verkörperte Überfülle von Fleisch, und zugleich – verkörperte Blutgier; ein heißer und stinkender Kampf. Das glatte Blau tiefer Seen und die langsam darin lebenden Diplodoken (Drachen der Fantasie existieren noch nicht). Wie sind die Perioden der Dinosaurier im Alten Testament dargestellt? In welchen Versen verbirgt sich eine verschlüsselte Information über sie? Das Fleisch der Erde erneuert sich – durch Hitze und Risse, die Erde bricht furchterregend, löst sich von einem ähnlichen Teil ab und verformt sich (die Brücke in die Hölle wurde zerstört, als Christus hierher kam: eine geologisch-metaphysische Bruchstelle, extrahiert aus Dantes Terzinen). Die Kontinente ordnen sich neu an. Die Dinosaurier entwickelten sich nicht – welche Erleuchtung ist bei einem Verstand möglich, der die Größe einer winzigen Erdpartikel hat? (Eine Walnuss ähnelt dem Gehirn, aber wer erwartet von ihr eine Entwicklung?). Eine vertikale Bewegung von Seelen (wenn sie existierten) innerhalb der Körper – die Dinosaurier waren monströs mit Fleisch belastet – ist unvorstellbar, phantomatisch; die Geologie, die einer Summe höherer Kräfte durch einen Übertragungsmechanismus unterliegt, verändert die Bedingungen des Daseins der Erde...
Die Panzerung ist schichtweise und reichhaltig – aber es ist eine Panzerung: die heutige Erde darum herum; eine unsichtbare, aber reale Panzerung, gewebt aus Strahlen von Kriegen, Hass, Bosheit – braun-ockerfarben, die Farbe der Sünde – und goldene und zartblaue Ströme des Guten und des Mitgefühls machen ihre schwere Essenz nur ein wenig leichter...
Noch einen Moment und die Kontinente werden zerbröseln, und Menschen, die keine spirituelle Vertikale erreicht haben, werden aussterben, wie die Dinosaurier...
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Virgilius, erkennbar an seiner stärker definierten Gestalt und dem kraftvollen Auftreten, hält die Arme in einer beschützenden Geste nach oben. Sein Blick ist fest und entschlossen gerichtet, was auf eine gewisse Autorität und Führung hindeutet. Dante hingegen wirkt eher unsicher und zurückhaltend. Seine Arme sind ebenfalls erhoben, jedoch wirkt seine Haltung weniger beherrscht und mehr demütig. Er scheint, innerlich zitternd, den Blick in die Dunkelheit des Tores zu richten.
Die Öffnung selbst ist nicht einfach nur ein Durchgang, sondern wirkt wie ein klaffendes Maul, ein Schlund, der ins Nichts führt. Ein turbulentes, fast flüssiges Element füllt den Raum hinter den Figuren, was den Eindruck einer unkontrollierbaren Kraft erweckt. Dies könnte die chaotische und unberechenbare Natur der Hölle symbolisieren, in die sie eintreten.
Über dem Tor ist eine Inschrift in lateinischer Schrift angebracht. Sie trägt zur düsteren Stimmung bei und suggeriert eine Warnung oder eine prophetische Ankündigung dessen, was vor ihnen liegt.
Die Komposition ist sorgfältig ausgearbeitet. Die vertikale Ausrichtung der Öffnung verstärkt den Eindruck von Tiefe und Unendlichkeit. Der Kontrast zwischen den helleren, menschlichen Figuren und der dunklen, unheimlichen Umgebung lenkt den Blick auf die beiden Protagonisten und unterstreicht ihre Zerrissenheit angesichts des bevorstehenden Ereignisses.
Subtextuell deutet die Darstellung auf die Auseinandersetzung mit den Grenzen der menschlichen Erkenntnis und der moralischen Verantwortung hin. Das Tor zur Hölle wird hier nicht nur als Ort der Bestrafung, sondern auch als Spiegelbild der menschlichen Seele und ihrer Abgründe dargestellt. Die unterschiedlichen Haltungen der beiden Figuren veranschaulichen die verschiedenen Arten des Umgangs mit Angst und Unsicherheit, sowie die Notwendigkeit von Führung und Vertrauen auf dem Weg durch die Dunkelheit. Die Darstellung ist mehr als nur eine Illustration; sie ist eine Meditation über die menschliche Existenz und die Konfrontation mit dem Unbekannten.