Brera Altarpiece Piero della Francesca (1415/17-1492)
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Piero della Francesca – Brera Altarpiece
Ort: Pinacoteca di Brera, Milano.
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BEMERKUNGEN: 1 Ответы
„Ab etwa 1460 war Piero ständig mit Federico da Montefeltro, dem Herzog von Urbino, verbunden, der als einer der erfolgreichsten Feldherren seiner Zeit bekannt wurde… Das Gemälde wurde nach dem plötzlichen Tod von Federigos Frau Battista Sforza im Jahr 1472 im Alter von sechsundzwanzig Jahren geschaffen. Im Bild ist ihr Platz neben dem knienden Federico leer geblieben, und die Inschrift auf der Rückseite beschreibt die Tugenden der Frau des Herzogs.“
Barbara Deimling
„Das Gemälde, das eine Variation des Themas „Heilige Begegnung“ darstellt, wurde zwischen 1472 und 1474 für eine der Kirchen in Urbino geschaffen… Auf dem Wölbstein ist ein Straußenei dargestellt, ein Symbol der Unbefleckten Empfängnis Marias und gleichzeitig das heraldische Zeichen des Geschlechts Montefeltro. Das schlafende Jesuskind verweist auf den Tod Christi, aber es kann auch als Anspielung auf die Geburt von Guidobaldo, dem Erben des Herzogstitels, interpretiert werden. Die Rüstung von Federico könnte als Zeichen des Triumpfes über die Einnahme von Volterra am 18. Juni 1472 interpretiert werden.“
Elena Capretti
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Vor dieser zentralen Figur reiht sich eine Gruppe von Personen an. Auf der linken Seite befindet sich eine männliche Gestalt, offenbar ein Wanderer oder Prophet, erkennbar an seinem einfachen Gewand und der langen, grauen Haarmähne. Seine Haltung, leicht nach vorne geneigt, und der Blick, gerichtet auf die zentrale Szene, suggerieren eine Beobachtung und möglicherweise eine prophetische Deutung des Geschehens. Ihm gegenüber steht eine ältere Person, deren Gesicht von tiefer Trauer oder Kontemplation gezeichnet ist.
Rechts der zentralen Frau befinden sich ebenfalls mehrere Figuren. Ein Mann in voller Rüstung, möglicherweise ein Ritter oder ein Vertreter weltlicher Macht, kniet vor ihr. Seine Präsenz deutet auf die Verbindung zwischen geistlicher und weltlicher Autorität hin. Daneben steht ein Mönch in einem schwarzen Ordensgewand, der ein Buch hält, was auf Wissen, Gelehrsamkeit und religiöse Lehre verweist. Eine weitere Gruppe von Kindern, einige mit gesenkten Köpfen, andere aufmerksam blickend, bildet eine Art Hintergrundchor.
Das Gewölbe, das die Szene überragt, ist reich verziert und verleiht dem Bild eine architektonische Tiefe und monumentale Wirkung. Es könnte als Symbol für den Himmel oder eine höhere Macht interpretiert werden. Die Farbgebung ist insgesamt gedämpft, mit einem Schwerpunkt auf Blau- und Grautönen, die eine Atmosphäre der Andacht und Kontemplation erzeugen.
Die Komposition suggeriert eine Hierarchie. Die zentrale Frau und das Kind sind unzweifelhaft im Mittelpunkt des Interesses. Die umliegenden Figuren dienen dazu, ihre Bedeutung und ihren Kontext zu verdeutlichen. Subtextuell könnte es sich um eine Darstellung von Mütterlichkeit, Opferbereitschaft, spiritueller Führung und der Verbindung zwischen Himmel und Erde handeln. Die Präsenz des Ritters und des Mönchs deutet auf eine Versöhnung von weltlicher und geistlicher Macht hin, während die Figuren der Trauer und der prophetischen Weisheit die menschliche Dimension des Geschehens unterstreichen. Die Kinder könnten die Zukunft oder die Gläubigen symbolisieren. Die gesamte Darstellung wirkt wie eine überlegte Inszenierung, die den Betrachter zur Reflexion über existenzielle Fragen anregt.