Notre Dame 1910 Maurice Utrillo
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Maurice Utrillo – Notre Dame 1910
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NOTRE DAME
In den blauen Himmel hinein steigt
die steinernen Macht des Doms –
darin erklingen Flüsse und das Rauschen der Wälder,
Realität von Licht, Trübung, Illusion…
Die Chimeren können sprechen,
auch wenn sie keine Sprache beherrschen –
sie leben weiter in ihren Alpträumen,
und in der Höhe – im bernsteinfarbenen Abgrund.
Ein Skelett, für einen Augenblick zerlegt,
durch ein recht raubtierhaftes Auge betrachtet,
führt näher an unmögliche Sphären,
wo die Welt von Engeln schimmert.
Knorpel und Rippen, Wirbel,
und die Schwere eines kolossalen Körpers…
Und die Welt ist im Grunde vertikal,
Horizontalitäten sind ihr fremd.
Und wichtig ist das Perpendikel
zu den goldenen Grundlagen der Schöpfung.
Der Dom, obwohl übermäßig alt,
ist jünger als Wohngebäude.
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Die Farbgebung ist gedämpft und von einem monochromen Grau- und Beigetönspektrum geprägt. Akzente setzen einzelne Farbtupfer, insbesondere das leuchtende Orange des Portals im Zentrum der unteren Bildhälfte, welches einen Kontrast zur vorherrschenden Kühle erzeugt. Die Pinselstriche sind deutlich sichtbar und tragen zu einer gewissen Rauheit und Materialität bei. Es entsteht kein Eindruck von fotorealistischer Wiedergabe; vielmehr scheint es um die Erfassung des Wesens der Architektur zu gehen, ihre Struktur und ihr Volumen durch vereinfachte Formen und eine reduzierte Farbpalette.
Die Darstellung der Fensterrose im oberen Bereich wirkt fast wie ein abstraktes Ornament, das in den Gesamtkontext integriert ist. Die Türme ragen hoch in den Himmel hinein und betonen die vertikale Ausdehnung des Gebäudes. Der dunkle Hintergrund lässt die Fassade noch stärker hervortreten und verstärkt den Eindruck von Größe und Erhabenheit.
Subtextuell könnte die Darstellung eine Auseinandersetzung mit dem Vergehen der Zeit und der Vergänglichkeit menschlicher Schöpfungen sein. Die gedämpfte Farbgebung und die raue Malweise lassen auf einen Zustand des Verfalls schließen, ohne jedoch eine negative Konnotation zu implizieren. Vielmehr wird ein Gefühl von Würde und Beständigkeit vermittelt, das über den bloßen materiellen Zustand hinausgeht. Es könnte sich um eine Reflexion über Spiritualität und Glauben handeln, wobei die Architektur als Symbol für transzendente Werte dient. Die Reduktion auf geometrische Formen und die Abwesenheit menschlicher Figuren verstärken diesen Eindruck von Distanz und Kontemplation.