Southside Grooven „Go. Went. Gone“
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с 22 Января
по 8 МартаSISTEMA GALLERY
Бобров переулок, 4с3
Москва
Eine Einzelausstellung der kalmückischen Künstlerin Southside Grooven erkundet Themen wie Identität, kulturelle Zugehörigkeit, die Rolle des generationsübergreifenden Gedächtnisses und persönliche Erfahrungen im menschlichen Leben. Die ausgestellten Werke entstanden zwischen 2024 und 2025 und sind in drei Bereiche unterteilt: Zeichnungen, Gemälde und Installationen.
Die im ersten Stock befindliche Abteilung für Grafikdesign präsentiert die Serie „Hausaufgaben“ (kalm. „Герин даалхвр“). Alle Werke der Serie tragen Titel in kalmückischer Sprache – Wörter und Ausdrücke, die vielen, die in Kalmückien aufgewachsen sind, vertraut sind. Der Künstler spricht zwar kein fließendes Kalmückisch, betrachtet es aber als seine Muttersprache. Die Grafikserie ist gewissermaßen eine Reflexion des Lebens in Kalmückien in den 1990er- und 2000er-Jahren, der Zeit, in der der Künstler aufwuchs. In diesen Werken setzt er sich mit seiner komplexen Beziehung zur kalmückischen Sprache auseinander – ein Thema, das viele seiner Generation betrifft.
Die Gemäldeabteilung im zweiten Stock setzt das Thema Bildung fort und widmet sich dem „Wissenskult“, der seit der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts tief im kollektiven Bewusstsein der Kalmücken verankert ist. Die Jahre der Massendeportation der Kalmücken nach Sibirien lehrten eine bittere Lektion: Angehörige nationaler Minderheiten erkannten, dass eine gute Ausbildung Voraussetzung für ein würdevolles Leben im eigenen Land ist. Im heutigen Kalmückien verlassen regelmäßig Studierende ihre Heimat, um in anderen Städten und Ländern zu studieren. Während der Winter in Kalmückien mit dem buddhistischen Feiertag Dschul und der Frühling mit Tsahan Sar verbunden sind, markiert der Herbstbeginn die Abreise kalmückischer Studierender zum Studium in die Ferne. Dieses Phänomen ist seit Jahrzehnten weit verbreitet: Für die Kalmücken ist ein Hochschulstudium und eine Karriere außerhalb der Republik zur neuen Normalität geworden. Die Werke in der Gemäldeabteilung analysieren dieses Phänomen und versuchen zugleich, die eigene Lebenserfahrung neu zu reflektieren.
Eines der zentralen Themen der Ausstellung ist der „Letzte Express“ (Kalmani: "Сүл экспресс") – der Bus, mit dem Hochschulabsolventen ihre Heimat (vielleicht für immer) verlassen, um nach besseren Lebenschancen zu suchen. Der ewige blaue Himmel (Kalmani: "Мөңк Көк Теңгр") ändert seine Farbe, wenn der „Letzte Express“ abfährt – ein Zeichen für die tiefgreifenden Veränderungen im Leben seiner Fahrgäste. Dieses Bild ist von den regelmäßig zwischen Elista und Moskau verkehrenden Bussen inspiriert.
Im dritten Stock befindet sich die Installation „Road to One Playlist“, die den Besuchern das Gefühl vermittelt, an Bord des „Last Express“ zu sein. Jeder Fahrgast misst die Reisezeit auf seine eigene Weise: anhand der Minuten bis zur nächsten Haltestelle, durch Musikhören auf dem Handy oder durch Fernsehserien, die der Fahrer von einer Raubkopie auf DVD oder USB-Stick abspielt. Die Auswahlkriterien für die Serien bleiben den Fahrgästen verborgen. Bekannt ist nur, dass der Fernseher, der fast die gesamte Strecke läuft, kaum zu übersehen ist. Die Installation basiert auf dem Gefühl der Dissonanz, das entsteht, wenn man stumm fernsieht, aber Musik über Kopfhörer hört. Die Playlist ist 22 Stunden lang – die ungefähre Fahrzeit eines Linienbusses von Elista nach Moskau. Der Künstler verließ sein Zuhause im August 2011, daher besteht die Playlist aus Musik der damaligen Blog-Ära.
Die Ausstellung findet im kleinen Gebäude der Galerie statt.
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